EMERGENT-YACHTING

SCHIFFERSCHULE NORD in Niedersachsen


EMERGENT-YACHTING SCHIFFERSCHULE NORD, Dipl.-Ing. Wolfgang Hauschild

SCHULUNG GESPRÄCHSABWICKLUNG IM SEEFUNKVERKEHR

INHALTSVERZEICHNIS

1      Funkergrundsätze. 5

1.1      Funkdisziplin. 5

1.2      Grundsätze der Verbindungsaufnahme. 5

1.3      Verbindungsarten (Wissen für SRC+UBI-Kandidaten) 5

1.3.1       Terrestrische Verbindungsarten (erdgebunden) 5

1.3.2       Orbitale Verbindungsarten (per Satellit COSPAS SARSAT + GEOSAR) 5

1.3.3       Verbindungsarten (Wissen für LRC-Kandidaten) 5

1.4      Funkstationen des öffentlichen Funkverkehrs 6

1.5      Funkstationen des nichtöffentlichen Funkverkehrs 6

1.6      Rangfolge im Funkverkehrs Die Rangfolge des Funkverkehrs und die Verkehrsarten sind wie folgt festgelegt: 6

1.7      Ausrüstung im Fahrtgebiet A1  Schiffe, die ausschließlich im Seegebiet A 1 verkehren, müssen mit folgenden Geräten ausgerüstet sein: (für Sportboote empfohlen, aber nicht vorgeschrieben) 6

1.8      Ausrüstung in den Fahrtgebieten A2, A3 und A4  Schiffe, die in den Seegebieten A 2, A3 oder A4 verkehren, müssen mit zusätzlichen nach SOLAS vorgeschriebenen Geräten ausgerüstet sein: (für Sportboote empfohlen, aber nicht vorgeschrieben) 6

2      Gesprächsabwicklung im NON-GMDSS und im GMDSS 7

2.1      Gesprächsbeispiel 1: Notruf mit Bestätigung (Distress Call) 7

2.1.1       Der Notanruf (distress call) 7

2.1.2       Notmeldung, Notzeichen, Peilzeichen (distress message) 7

2.1.3       Beispiel im NON-GMDSS mit Anruf und Meldung. 7

2.1.4       Beispiel im GMDSS mit Anruf und Meldung. 7

2.1.5       Bestätigung einer Notmeldung (Acknowledge of distress call) 8

2.1.6       Notmeldung durch eine Funkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet: 8

2.1.7       Beispiel für die Weitergabe einer Notmeldung im GMDSS. 9

2.1.8       Funkstille auferlegen (SILENCE MAYDAY, SILENCE DETRESSE) 9

2.1.9       Eingeschränkter Betrieb und Beendigung des Notverkehrs 9

2.1.10     Aufhebung eines Fehlalarms 10

2.2      Gesprächsbeispiel 2: Dringlichkeitsmeldung und –verkehr 10

2.2.1       Dringlichkeitszeichen (PAN  PAN) 10

2.2.2       Dringlichkeitsverkehr (urgency traffic) 10

2.2.3       Verbreiten von Dringlichkeitsmeldungen  (urgency messages) 10

2.2.4       Beendigung des Dringlichkeitsverkehrs 11

2.2.5       Außergewöhnliche Dringlichkeitsmeldung während Pause im Notverkehr 11

2.3      Gesprächsbeispiel 3:   Sicherheitsmeldung und –verkehr 12

2.3.1       Das Sicherheitszeichen (SECURITE) safety call 12

2.3.2       Der Sicherheitsverkehr (safety traffic) 12

2.3.3       Verbreiten von Sicherheitsmeldungen  (safety messages) 12

2.3.4       Beispiele für Sicherheitsmeldungen (safety messages) 12

2.3.5       Sicherheitsmeldung bei dichtem Nebel 13

2.4      Gesprächsbeispiel 4: Gesprächsanmeldung Küstenfunkstelle. 13

2.5      Gesprächsbeispiel 5: ANFRAGE Schiff-Schiff 14

2.5.1       Abwickeln des Verkehrs, Beispiele für Routine-Gespräche. 14

2.5.2       Im anschließenden Beispiel wird eine Auskunft erbeten, voller Anruf: 14

2.5.3       Bei ausbleibender Antwort 15

2.6      Gesprächsbeispiel 6: Radarberatung. 15

2.7      Gesprächsbeispiel 7: Travel Report 16

2.8      Angaben für Absprachen mit der Verkehrszentrale. 17

2.9      Spruchkennzeichen (message markers) 17

3      Sprechfunkübungen SEE mit Prüfungsaufgaben für SRC. 18

4      Gesprächsarten SRC und LRC. 25

4.1 Notmeldungen und Notverkehr bei Gefährdung von Menschenleben. 25

4.1.1       Notanruf und nachfolgende Notmeldung. 25

4.1.2       Notfall-Bestätigungsmeldung der Rettungsleitstelle (MRCC) 25

4.1.3       Notfall-Bestätigungsmeldungen der anderen Schiffe. 25

4.1.4       Hilfsangebot durch die Rettungsleitstelle (MRCC) 25

4.1.5       Hilfsangebot durch eine andere Seefunkstelle. 25

4.1.6       Weiterleitungsmeldung durch die Rettungsleitstelle (MRCC) 25

4.1.7       Weiterleitungsmeldung durch eine andere Seefunkstelle. 25

4.1.8       Hinweis auf einen einzelnen Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch das MRCC oder den Retter mit Silence Mayday) 25

4.1.9       Hinweis auf einen mehrerer Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch das MRCC oder den Retter 25

4.1.10     Hinweis auf einen einzelnen Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch ein „stand-by-Schiff“. 25

4.1.11     Hinweis auf einen mehrerer Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch ein „stand-by-Schiff“. 25

4.1.12     Freigabe zur eingeschränkten Nutzung (Prudence) 25

4.1.13     Endgültige Aufhebung der Funkstille durch MRCC oder Havaristen mit Beendigung des Notverkehrs (Silence Fini) 25

4.1.14     Aufhebung eines Fehlalarms durch den Schiffsführer (MASTER) Diese Gesprächsart gehört nicht zum Notverkehr 25

4.2      Dringlichkeitsmeldungen und Dringlichkeitsverkehr ohne Gefährdung von Menschenleben (PAN PAN) 25

4.2.1       Hilferuf bei Grundberührung zum Freikommen oder Freischleppen. 25

4.2.2       Hilferuf bei Bränden, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht 25

4.2.3       Hilferuf bei Wassereinbruch, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht 25

4.2.4       Hilferuf bei Kollisionen, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht 25

4.2.5       Hilferuf bei Ruder- oder Maschinenausfall wegen Manövrierbehinderung. 25

4.2.6       Bestätigungsmeldung eines Dringlichkeitsfalles 25

4.2.7       Hilfsangebot in einem Dringlichkeitsfall 25

4.2.8       Aufhebung des Dringlichkeitsfalles und Gesprächsschluß. 25

4.2.9       Wiederholung einer Dringlichkeitsmeldung. 25

4.2.10     Dringlichkeitsmeldung während des Notverkehrs 25

4.2.11     Hilferuf bei schwerer Verletzung, Erkrankung: dringendes MEDICO-Gespräch. 25

4.3      Sicherheitsmeldungen und Sicherheitsverkehr (SECURITE) 25

4.3.1       Wichtige nautische Warnung oder Wetterwarnung, Eiswarnung. 25

4.3.2       Hinweis auf Gefahrensituationen wie treibende Gegenstände. 25

4.3.3       Hinweis auf Gefahrensituationen wie vertriebene Tonnen. 25

4.3.4       Hinweis auf Gefahrensituationen wie erloschene Tonnen oder erloschene Leuchtfeuer 25

4.3.5       Warnung vor besonderen Schiffstransporten z.B. Schleppverbände. 25

4.3.6       Warnung vor militärischen Übungen z.B. Schießgebiete. 25

4.3.7       Warnung vor Sperrungen von Schifffahrtsstraßen oder Seegebiete. 25

4.3.8       Warnung vor Umweltbeeinträchtigungen. 25

4.3.9       Warnung vor Schifffahrtsbehinderungen und Störungen (Maschinenausfall, Ruderausfall, Ausfall der Elektrischen Anlage), von denen noch keine unmittelbare Gefahr ausgeht 26

4.3.10     Sicherheitsmeldung eines Sportbootes an das MRCC. 26

4.3.11     Sicherheitsmeldung während des Notverkehrs 26

4.4      Business (nur SOLAS-Schiffe mit Klasse A-Station) 26

4.4.1       Gespräche, zur Entsorgung oder Versorgung eines Seeschiffes 26

4.4.2       Gespräche mit den Schiffslenkungsdiensten z.B. Verkehrszentralen, Schleusen, Hafenfunk, Brückenfunk, Lotsenfunk. 26

4.4.3       TR: Travel-Report (Anmeldungen/Abmeldungen an Meldepunkten) 26

4.4.4       Gespräche mit anderen Schiffen über Manöver und Kursänderungen genannt: Kursabsprachen. 26

4.4.5       Funkverkehr an Bord zum An-/Ablegen, Ankermanöver, Schleppen-Schieben. 26

4.4.6       Gespräche zur Radarberatung. 26

4.4.7       Gespräche mit Lotsen und Schleppern. 26

4.4.8       Gesprächsverbindungen mit dem Deutschen Wetterdienst 26

4.4.9       MEDICO-Gespräche je nach Priorität 26

4.4.10     Gespräche, die der Verständigung und der Prüfung der Funkanlagen dienen. 26

4.5      Routinemeldungen und Routineverkehr 26

4.5.1       Gesprächsverbindungen in das öffentliche Telefonnetz. 26

4.5.2       Gespräche mit einer Küstenfunkstelle. 26

4.5.3       Gespräche mit mehreren Küstenfunkstellen (Konferenz) 26

4.5.4       Gespräche mit einem anderen Schiffen. 26

4.5.5       Gespräche mit mehreren anderen Schiffen (Konferenz) 26

4.5.6       Testsendungen sind erlaubt (TEST  TEST  TEST) 26

4.5.7       Anruf eines unbekannten Schiffes 26

4.5.8       Abklärung der Verständigung mit Küstenfunkstellen. 26

4.5.9       Abklärung der Verständigung mit anderen Schiffen. 26

4.5.10     Gespräche mit Schiffen der Küstenwache (Coast Guard) 26

4.5.11     Gespräche mit einem Funkarzt (MEDICO-CALL) 26

4.5.12     Sammelanrufe mit Küstenfunkstellen. 26

4.5.13     Wetterinformationen von Küstenfunkstellen. 26

 

 

1 Funkergrundsätze

 

1.1 Funkdisziplin

Im Sprechfunkverkehr gibt es Grundsätze (Funkdisziplin), die unbedingt einzuhalten sind.

  1. Störungen des Funkverkehrs vermeiden
  2. Keine unnötigen Aussendungen vornehmen auch nicht mit der Sprechtaste (PTT-Taste)
  3. Die Verfahrensregeln nach Handbuch Seefunk strikt anwenden
  4. Sich kurz fassen, langsam und deutlich sprechen
  5. Nur dienstliche Gespräche führen, Privatgespräche nur auf den dafür vorgesehenen Kanälen
  6. Die Sendeleistung so gering wie möglich zu halten (speziell Binnen), um Störungen zu vermeiden
  7. Keine Musik senden
  8. Das Fernmeldegeheimnis wahren, Verletzungen sind strafbar

1.2 Grundsätze der Verbindungsaufnahme

Folgendes ist bei der Verbindungsaufnahme zu beachten:

  1. richtigen Kanal wählen
  2. mit der Rauschsperre prüfen, ob der Kanal frei ist; wenn es rauscht, ist der Kanal frei
  3. Grundsätzlich die gerufene Funkstelle zuerst ansprechen und danach den Namen der eigenen Funkstelle nennen.
    Ausnahme: Notanrufe, die an alle Funkstellen gehen (bei MAYDAY)

1.3 Verbindungsarten (Wissen für SRC+UBI-Kandidaten)

Folgende Verbindungsarten sind bei entsprechender Geräteausstattung möglich:

Es gibt grundsätzlich 2 unterschiedliche Verbindungsarten. Es handelt sich um Sprechfunk-Verbindungen und Funk-Telex-Verbindungen. Das gilt sowohl für terrestrische als auch für orbitale Verbindungen. Die dazu erforderlichen Geräte sind sehr vielfältig und auf die jeweilige Verwendung abgestimmt.

Zur Datenübertragung gibt es unterschiedliche Betriebsarten (SITOR, PACTOR, PSK, RTTY) und Modulationsarten wie AM/FM, F3E/G3E. Die Datenübertragungstechniken FEC, ARQ und weitere werden in einem extra Kapitel behandelt, sind aber Wissensstand zum LRC. Der Tastfunkverkehr (CW-Verfahren, Morsetelegrafie) wurde 1992 im Seefunk abgeschafft. Die internationale Notfrequenz im Tastfunk war 500 kHz.  CW: Continuous Wave - Morsetastfunk

1.3.1 Terrestrische Verbindungsarten (erdgebunden)

  1. Verbindungen mit Sprechfunkgeräten auf Ultrakurzwellen in dem VHF-Frequenzbereich
    156 MHz bis174 MHz in 25 kHz-Schritten sowie UHF-Frequenzbereich 457,525 – 467,575 MHz in 12,5 kHz-Schritten, jedoch mit nationalen Einschränkungen (CH 16: 156,8 MHz)
  2. Verbindungen mit DSC-Kodierern über VHF Kanal 70 mit 156,525 MHz
  3. Verbindungen über EPIRB’s mit DSC-Kodierern über VHF Kanal 70 mit 156,525 MHz
  4. Funktelexverbindungen über SITOR auf UKW Kanal 70, jedoch nicht etabliert
  5. Funktelexverbindungen über NAVTEX nur für Empfang auf 518 oder 490 kHz
  6. AIS: Automatic Information System senden über UKW Kanäle 87 und 88 codierte Signale, die der Positionserkennung dienen (ähnlich Radar, jedoch multiple codierte Signale)
  7. Notalarmierung über einen Notsender mit der internat.  Notfrequenz 121,5 oder 243 MHz
  8. Transponder im Frequenzbereich 9 GHz mit Radarwellen (X-Band) zu Peilzwecken

1.3.2 Orbitale Verbindungsarten (per Satellit COSPAS SARSAT + GEOSAR)

  1. Notalarmierung mittels EPIRB’s mit Notsender über UHF-Frequenzbereich 406 MHz (LEOSAR)
  2. Notalarmierung mittels EPIRB’s mit Notsender über UHF-Frequenzbereich 406 MHz (GEOSAR)
  3. Notalarmierung mittels EPIRB’s mit Notsender über VHF-Frequenz 121,5 oder 243 MHz

1.3.3 Verbindungsarten (Wissen für LRC-Kandidaten)

Es gibt noch weitere terrestrische (KW und GW) und orbitale (INMARSAT 1,6 GHz im L-Band) Verbindungsmöglichkeiten für Sprach- und Funktelexübertragung, die hier nicht behandelt werden.

 

1.4 Funkstationen des öffentlichen Funkverkehrs

 

Zu den Funkstationen des öffentlichen Funkverkehrs gehören

  1. Küstenfunkstellen z.B. Kiel Radio, Borkum Radio, Lyngby Radio (DK), Stavanger Radio (N) usw. Funkkontakte in das öffentliche Netz unterliegen dem Fernmeldegeheimnis.
  2. Rettungsleitstellen MRCC z.B. Bremen Rescue, Rogaland Rescue (N), Göteborg (Gothenborg) Rescue (S), Turku Rescue (FIN)

1.5 Funkstationen des nichtöffentlichen Funkverkehrs

Zu den Funkstationen des nichtöffentlichen Funkverkehrs gehören alle Stationen des Schiffslenkungsdienstes, heißt in Deutschland Revier und Hafenfunkdienst. Dazu gehören:

  1. … PORT RADIO       (z.B. HAMBURG PORT RADIO oder übliche Kursfassung: HAMBURG PORT)
  2. … RADAR RADIO     (z.B. NEUWERK RADAR)
  3. … TRAFFIC RADIO   (z.B. GERMAN BIGHT TRAFFIC)
  4. … KANAL RADIO     (NOK: Nord-Ostsee-Kanal KANAL 1-4)
  5. … LOCK RADIO       (z.B. WILHELMSHAVEN LOCK)
  6. … BRIDGE RADIO    (z.B. KW BRIDGE in Wilhelmshaven: Kaiser-Wilhelm-Brücke)
  7. … REPORT RADIO   (z.B. DOVER REPORT)

1.6 Rangfolge im Funkverkehrs
Die Rangfolge des Funkverkehrs und die Verkehrsarten sind wie folgt festgelegt:

  1. DISTRESS         (Distress call, Distress alert) Notfall
  2. URGENCY        (Urgency call, Urgency message) Dringlichkeitsfall
  3. SAFETY           (Safety call, Safety message) Sicherheitslagebericht
  4. BUSINESS         (Sonderfunktion mit Klasse A-Geräten für SOLAS-Schiffe)
  5. ROUTINE         (Routine call, Routine message)

 

1.7 Ausrüstung im Fahrtgebiet A1
Schiffe, die ausschließlich im Seegebiet A 1 verkehren, müssen mit folgenden Geräten ausgerüstet sein: (für Sportboote empfohlen, aber nicht vorgeschrieben)

1   UKW-DSC-Seefunkanlage mit

     -       Alarmierungseinrichtung (Senden und Empfangen)

     -       DSC-Kodierer

     -       Sprechfunk

1   UKW-DSC-Wachempfänger Kanal 70

1   NAVTEX-Empfänger

     (sofern sich das Schiff in NAVTEX-Gebieten aufhält)

1   EGC-Empfänger (verzichtbar, wenn sich das Schiff ausschließlich in NAVTEX-
Gebieten aufhält) EGC: Enhenced-Group-Call (mit Inmarsat C)

1   Satelliten-Seenotfunkbake für 406 MHz (Cospas Sarsat), ersatzweise 1 UKW-Seenotfunkbake, Kanal 70, mit Radartransponder.

2   Radartransponder (Frachtschiffe unter 500 BRT/BRZ nur 1 Stück)

3   UKW-Handsprechfunkgeräte (Frachtschiffe unter 500 BRT/BRZ

     nur 2 Stück).

1.8 Ausrüstung in den Fahrtgebieten A2, A3 und A4
Schiffe, die in den Seegebieten A 2, A3 oder A4 verkehren, müssen mit zusätzlichen nach SOLAS vorgeschriebenen Geräten ausgerüstet sein: (für Sportboote empfohlen, aber nicht vorgeschrieben)

 

2 Gesprächsabwicklung im NON-GMDSS und im GMDSS

 

2.1 Gesprächsbeispiel 1:   Notruf mit Bestätigung (Distress Call)

Kategorie: Notalarm – Distress (frz. Detresse)            (category 1: distress alert)

2.1.1 Der Notanruf (distress call)

Notanruf und Notmeldung dürfen nur auf Anordnung des Schiffsführers ausgesendet werden. Ein Notfall liegt vor, wenn Schiff und Besatzung in höchster Gefahr sind; auch wenn eine Person von Bord gefallen ist.

Einer Notmeldung geht ein spezieller Notanruf voran. Der Notanruf besteht aus drei Teilen:

1.    dem dreimal zu sprechenden Notzeichen:            MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

2.    HIER IST                                                  oder engl.: THIS IS; INTERCO: DE (delta echo)

3.    dem dreimal zu sprechenden Schiffsnamen und dem einmal zu buchstabierenden Rufzeichen

Merke: Ein Notanruf ist stets an alle FuSt gerichtet. Es entfällt daher die Empfängerangabe.

2.1.2 Notmeldung, Notzeichen, Peilzeichen (distress message)

Eine Notmeldung enthält die folgenden Komponenten:

1.    Notzeichen:          MAYDAY

2.    Schiffsname und buchstabiertes Rufzeichen

3.    Standortangabe

       (falls möglich, Standortangabe wiederholen, dabei Zahlen in Ziffern sprechen)

4.    Angabe über die Art des Notfalls

5.    Angabe über die Art des erbetene Hilfeleistung

6.    jeder anderen Angabe, welche die Hilfeleistung erleichtern könnte

Im Anschluß an die Notmeldung kann ein Peilzeichen, bestehend aus zwei Strichen von je 10 – 15 Sekunden Dauer durch Drücken der Sendetaste folgen. Dem Peilzeichen wird die Kennung der sendenden FuSt, also Schiffsname und das zu buchstabierende Rufzeichen angehängt. Die Aussendung wird mit OVER abgeschlossen. (in diesem Kapitel ist kein Beispiel mit Träger enthalten)

2.1.3 Beispiel im NON-GMDSS mit Anruf und Meldung

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

HIER IST

THIS IS

3x LIEKEDEELER / 1x  DPHW

3x LIEKEDEELER / 1x  CALL SIGN DPHW

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x LIEKEDEELER / 1x  DPHW

1x LIEKEDEELER / 1x  CALL SIGN DPHW

ich buchstabiere LIMA INDIA… Rufzeichen

I SPELL LIMA INDIA... CALL SIGN DPHW

NOTFALLPOSITION UNGEFÄHR 10 SM

APPROXIMATE DISTRESS POSITION 10 NAUTICAL

NORDÖSTLICH LEUCHTTURM KIEL

MILES NORTHEAST OF LIGHTHOUSE KIEL

SCHWERER WASSEREINBRUCH

SEVERE FLOODING

WIR SINKEN

VESSEL IS SINKING

4 MANN GEHEN IN EINE RETTUNGSINSEL

4 PERSONS ENTER A LIFE RAFT

HILFE IST DRINGEND ERFORDERLICH

HELP IMMEDIATELY REQUESTED

OVER

OVER

Anmerkung: Im GMDSS gilt seit 2008 wieder der volle Anruf!!

Statt HIER IST kann bei Sprachschwierigkeiten auch DE – gesprochen DELTA ECHO – gesagt werden.

2.1.4 Beispiel im GMDSS mit Anruf und Meldung

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

HIER IST

THIS IS

3x LIEKEDEELER / 1x DPHW / MMSI 211 304 120

3x LIEKEDEELER / DPHW / MMSI 211 304 120

 

 

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x 211 304 120 LIEKEDEELER / DPHW

1x LIEKEDEELER / DPHW / MMSI 211 304 120

NOTFALLPOSITION UNGEFÄHR 10 SM

APPROXIMATE DISTRESS POSITION 10 NAUTICAL

NORDÖSTLICH LEUCHTTURM KIEL

MILES NORTHEAST OF LIGHTHOUSE KIEL

SCHWERER WASSEREINBRUCH

SEVERE FLOODING

WIR SINKEN

VESSEL IS SINKING

4 MANN GEHEN IN EINE RETTUNGSINSEL

4 PERSONS ENTER A LIFE RAFT

HILFE IST DRINGEND ERFORDERLICH, OVER

HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER

Not kennt kein Gebot! Keine Vorschrift darf jemanden daran hindern, Maßnahmen zur Rettung von Menschenleben und zur Gefahrenabwehr durchzuführen.

2.1.5 Bestätigung einer Notmeldung (Acknowledge of distress call)

Die Form der Bestätigung einer Notmeldung ist vorgeschrieben.

Die Notmeldung wird .zunächst von der Rettungsleitstelle z.B. Bremen Rescue bestätigt.

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x LIEKEDEELER / DPHW

1x LIEKEDEELER / 1x  DPHW (im NON-GMDSS)

 

(oder MMSI  211 304 120) im GMDSS

HIER IST

THIS IS

1x BREMEN RESCUE

1x BREMEN RESCUE

ERHALTEN MAYDAY

RECEIVED MAYDAY

Danach erfolgt die Bestätigung der Notmeldung durch die in der Nähe befindlichen Schiffe.

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x LIEKEDEELER / DPHW  (im NON-GMDSS)

1x LIEKEDEELER / DPHW  (im NON-GMDSS)

(1x 211 304 120  im GMDSS)

(1x 211 304 120  im GMDSS)

HIER IST

THIS IS

1x GREIFENSTEIN / DAKS

1x GREIFENSTEIN / CALL SIGN DAKS

ERHALTEN MAYDAY

RECEIVED MAYDAY

Bei Verständigungs- oder Sprachschwierigkeiten kann anstelle von „ERHALTEN MAYDAY“ auch „RRR  MAYDAY“ – gesprochen: ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY – gesagt werden.

Man beachte, dass das Rufzeichen des Havaristen nicht genannt werden muss, aber man darf es nennen. „OVER“ entfällt, da keine Antwort erwartet wird.

Die Bestätigung einer Notmeldung muss der Funker sofort, ohne besondere Aufforderung durch den Schiffsführer senden.  Der Funker teilt dem Schiffsführer sogleich den Inhalt der (wörtlich mitgeschriebenen) Notmeldung mit.

Jede SeeFuSt, die den Empfang einer Seenotmeldung bestätigt, muss sobald wie möglich eine erweiterte Bestätigung senden, welche – neben Notzeichen und Anruf – vier Angaben enthält:

1.    Namen

2.    Standort

3.    Geschwindigkeit, mit der man zur Unglücksstelle läuft sowie die voraussichtliche Fahrtdauer

4.    Falls die Position der Unglücksstelle ungewiss zu sein scheint und eine Peilung des Havaristen vorgenommen wurde:

       Ergebnis der rechtweisenden Peilung (mit Radar)

Diese Angaben sind für die Koordinierung der Rettungsmaßnahmen erforderlich.

Das gehört in der Prüfung zu den sog. sonstigen Fertigkeiten:

MAYDAY

MAYDAY

1x LIEKEDEELER / DPHW

1x LIEKEDEELER / CALL SIGN DPHW

HIER IST

THIS IS

1x GREIFENSTEIN / 1x  DAKS

1x GREIFENSTEIN  1x  CALL SIGN DAKS

POSITION 54-45 N 010-05 E

POSITION 54-45 NORTH 010-05 EAST

MEINE FAHRT 15 KNOTEN

SPEED ONE-FIVE KNOTS

VORAUSSICHTLICHE ANKUNFTSZEIT 1100 UTC

ESTIMATED TIME OF ARRIVAL 1100 UTC

RECHTWEISENDE PEILUNG 126

TRUE BEARING 126 DEGREE

OVER

OVER

Bevor die FuSt diese Meldung aussendet, muss sie sich vergewissern, dass sie Aussendungen anderer FuSt, die einen günstigeren Standort haben, nicht stört.  Den Empfang einer erweiterten Bestätigung soll der Havarist oder die Leitfunkstelle bestätigten.

2.1.6 Notmeldung durch eine Funkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet: 

MAYDAY RELAY

Erfährt eine FuSt, dass ein Schiff in Not ist, so muss sie eine Notmeldung aussenden, wenn

1.    das Schiff in Not selbst nicht in der Lage ist, die Notmeldung auszusenden (z.  B. beim Empfang von Zeichen einer Seenotfunkbake, oder

2.    die eingreifende FuSt weitere Hilfe für erforderlich hält oder

3.    die eingreifende FuSt eine Notmeldung gehört hat, deren Empfang nicht von einer dritten FuSt bestätigt wurde und sie selbst nicht in der Lage ist, Hilfe zu leisten.

Die Aussendung einer Notmeldung für ein anderes Schiff wird auch Weiterverbreitung oder RELAY einer Notmeldung genannt.  Damit soll vor allem die Benachrichtigung einer KüFuSt erreicht werden.  Der Anruf zur Weiterverbreitung einer Notmeldung besteht aus

1.    dem dreimal zu sprechenden MAYDAY RELAY

2.    An alle Funkstellen

3.    HIER IST,

4.    dem dreimal zu sprechenden Schiffsnamen und dem einmal zu buchstabierenden Rufzeichen.

Man beachte, dass die Empfängerangabe nur beim Notanruf entfällt.

Die Weiterverbreitung einer Notmeldung erfolgt in vier Schritten:

1.    Anruf

2.    Angabe, von wann und woher die Notmeldung oder die  Beobachtung stammt

3.    Wörtliches Verlesen der Notmeldung oder Meldung der Beobachtung

4.    Absenderangabe (verbreitende FuSt)

2.1.7 Beispiel für die Weitergabe einer Notmeldung im GMDSS

3x MAYDAY RELAY

3x MAYDAY RELAY

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS 

HIER IST

THIS IS

3x GREIFENSTEIN / DAKS

3x GREIFENSTEIN / CALL SIGN DAKS

1x MMSI 211 998 360  (zusätzlich im GMDSS)

1x MMSI 211 998 360  (zusätzlich im GMDSS)

 

 

HABE UM 1000 UTC AUF UKW-KANAL 16

AT 1000 UTC RECEIVED FOLLOWING DISTRESS

FOLGENDE NOTMELDUNG EMPFANGEN:

MESSAGE ON VHF CHANNEL 16:

 

 

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x LIEKEDEELER / DPHW / 211 304 120

1x LIEKEDEELER  CALL SIGN DPHW 211 304 120

NOTFALLPOSITION UNGEFÄHR 10 SM

APPROXIMATE DISTRESS POSITION 10 NAUTICAL

NORDÖSTLICH LEUCHTTURM KIEL

MILES NORTHEAST OF LIGHTHOUSE KIEL

SCHWERER WASSEREINBRUCH, WIR SINKEN

SEVERE FLOODING  VESSEL IS SINKING

4 MANN GEHEN IN EINE RETTUNGSINSEL

4 PERSONS ENTER A LIFE RAFT

OVER

OVER

Beim Verlesen der Notmeldung darf kein Peilsignal gesendet werden, da nicht das meldende Schiff, sondern der Havarist gepeilt werden soll.

Eine SeeFuSt darf eine Notmeldung, die von einer KüFuSt verbreitet wurde, nur dann bestätigen, wenn der Schiffsführer auch in der Lage ist, mit seinem Fahrzeug Hilfe zu leisten.

2.1.8 Funkstille auferlegen (SILENCE MAYDAY, SILENCE DETRESSE)

Wird ein Kanal, auf dem Seenotverkehr abgewickelt wird, verbotenerweise anderweitig genutzt, so kann Störern Funkstille auferlegt worden.  Der Havarist oder die Leitfunkstelle fordert Funkstille mit „SILENCE MAYDAY“, jede andere FuSt mit „SILENCE DETRESSE“.  Dabei braucht der Havarist oder die Leitfunkstelle den eigenen Namen nicht anzugeben, während eine dritte FuSt jedoch ihr Rufzeichen nennt.  Das Notzeichen MAYDAY vor dem Anruf entfällt.  Einige Beispiele:

Ist der Störer namentlich bekannt:  Ordnungsruf durch Havarist, Helfer und jede andere Funkstelle:

1x KASSANDRA  Havarist + Retter

1x KASSANDRA                     Stand by-Schiffe

SILENCE MAYDAY

SILENCE DETRESSE

 

DCKY

Ist der Name der störenden FuSt nicht bekannt oder stören mehrere FuSt:

1x AN ALLE FUNKSTELLEN         Havarist + Retter

1x ALL SHIPS                       Havarist + Retter

SILENCE MAYDAY

SILENCE MAYDAY

oder

1x AN ALLE FUNKSTELLEN         Stand by-Schiffe

1x ALL SHIPS                       Stand by-Schiffe

SILENCE DETRESSE

SILENCE DETRESSE

NLAY

NLAY

Eine SILENCE DETRESSE – Meldung sollte nur sehr gezielt eingesetzt werden.  Völlig ausreichend ist, wenn einmalig SILENCE DETRESSE gesendet wird.  Keinesfalls darf ein einmaliger Störer mehrfach von verschiedenen anderen FuSt zum Einhalten der Funkstille aufgefordert werden.  Damit würde die gute Absicht in ihr Gegenteil verkehrt.

2.1.9 Eingeschränkter Betrieb und Beendigung des Notverkehrs

PRUDENCE und SILENCE FINI

Wenn auf Kanal 16 eine völlige Funkstille nicht mehr erforderlich ist, kann Kanal 16 eingeschränkt als Anrufkanal freigegeben werden.  Anrufe sind allerdings nur zulässig, wenn diese auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden und Kanal 16 vorher besonders aufmerksam abgehört wurde.  Die Freigabe des eingeschränkten Betriebs wird z. B. mit folgender Meldung mitgeteilt:

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

1x BREMEN RESCUE

1x BREMEN RESCUE, (Schiffe 3x)

1130 UTC          Aktuelle Zeit

1130 UTC                             Aktuelle Zeit

LIEKEDEELER/ DPHW    FuSt in Not

LIEKEDEELER  CALL SIGN DPHW                                          FuSt in Not

PRUDENCE     Eingeschränkter Betrieb zulässig

PRUDENCE       Eingeschränkter Betrieb zul.

Auf Kanal 16 darf erst wieder normal benutzt werden, wenn der Notverkehr beendet ist.  Die Beendigung des Notverkehrs wird auf Kanal 16 mit SILENCE FINI mitgeteilt.  Ein Beispiel:

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATION

HIER IST

THIS IS

1x BREMEN RESCUE

1x BREMEN RESCUE; (Schiffe 3x)

1145 UTC          Aktuelle Zeit

1145 UTC                               Aktuelle Zeit

LIEKEDEELER/ DPHW    FuSt in Not

LIEKEDEELER  CALL SIGN DPHW                                            FuSt in Not

SILENCE FINI     Ende Notverkehr

SILENCE FINI                          Ende Notverkehr

Die Beendigung des Notverkehrs ist in das Funktagebuch beziehungsweise das Logbuch einzutragen.

2.1.10 Aufhebung eines Fehlalarms

Da es trotz aller modernen Technik zu Störungen oder Fehlbedienung zu einem Fehlalarm kommen kann, muss dieser sofort zurückgenommen werden.

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x SEASTAR /  DPHW / 211 843 720

3x SEASTAR / DPHW / 211 843 720

ICH ZIEHE DIE FALSCHALARMIERUNG VOM

CANCEL MY DISTRESS ALERT OF 140945 UTC

140945 UTC ZURUECK

 

KAPITAEN [CLASEN]

MASTER [CLASEN]

2.2 Gesprächsbeispiel 2:   Dringlichkeitsmeldung und –verkehr

Kategorie: Dringlichkeit          (category 2: urgency call)

2.2.1 Dringlichkeitszeichen (PAN  PAN)

Das Sprechfunk-Dringlichkeitszeichen besteht aus dem Kunstwort PAN PAN.  Es wird „pann pann“ gesprochen (französisch „pane“).

Das Dringlichkeitszeichen kündigt an, dass die rufende FuSt eine sehr dringende Meldung auszusenden hat, welche die Sicherheit eines See- oder Luftfahrzeugs oder einer Person betrifft: eine Dringlichkeitsmeldung (urgency message)Es muss mindestens dem Anruf zur Verbreitung oder Ankündigung einer Dringlichkeitsmeldung und der Meldung zur Beendigung des Dringlichkeitsverkehrs dreimal vorangestellt werden.

2.2.2 Dringlichkeitsverkehr (urgency traffic)

Dringlichkeitsmeldungen haben Vorrang vor allen anderen Aussendungen mit Ausnahme des Notverkehrs.  FuSt müssen alle Aussendungen unterlassen, welche die dem Dringlichkeitszeichen folgende Meldung stören könnten.  Eine Dringlichkeitsmeldung kann an alle FuSt oder an eine bestimmte FuSt (z.B. eine KüFuSt) gerichtet sein.  Sie darf auf jedem Kanal – auch auf Kanal 16 – ausgestrahlt werden. Im GMDSS auf jeden vorher mit dem DSC-Controller angekündigtem Kanal.

Hiervon ausgenommen sind

1.    lange Dringlichkeitsmeldungen,

2.    ärztliche Ratschläge und

3.    Wiederholungen einer Dringlichkeitsmeldung in Gebieten mit starkem Funkverkehr.

Diese dürfen nicht auf Kanal 16, sie müssen auf einem Arbeitskanal gesendet werden.

Auch der sich an eine Dringlichkeitsmeldung anschließende Dringlichkeitsverkehr darf nicht auf Kanal 16, sondern muss auf einem Arbeitskanal abgewickelt werden.  Der Arbeitskanal muss bereits in der Dringlichkeitsmeldung angegeben werden.  SeeFuSt sollen Kanal 06 (oder 72 u. 69 für Sportboote) als Arbeitskanal für Dringlichkeitsverkehr zwischen Schiffen wählen.

Der Empfang einer an alle FuSt gerichteten Dringlichkeitsmeldung braucht nicht bestätigt zu werden, es sei man kann und will helfen.

2.2.3 Verbreiten von Dringlichkeitsmeldungen  (urgency messages)

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS (oder BREMEN RESCUE)

HIER IST

THIS IS

1x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

3x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

MEINE POSITION IST UNGEFÄHR 1,5 MEILEN

MY APPROXIMATE POSITION 1.5 MILES NORTH

NÖRDLICH DER INSEL BALTRUM

OF BALTRUM ISLAND

MASCHINE IST AUSGEFALLEN

ENGINE BROKEN DOWN

ICH TREIBE AUF DEN BALTRUMER STRAND

I AM DRIFTING TOWARDS THE BEACH OF

 

BALTRUM

SCHLEPPERHILFE DRINGEND ERBETEN

TUG ASSISTANCE URGENTLY REQUIRED

MEIN ARBEITSKANAL IST 72

MY WORKING CHANNEL IS 72

OVER

OVER

Nun bietet ANNA LENA dem Schiff ASTERIX Schlepphilfe an. ANNA LENA bestätigt auf Kanal 16:

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

1x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

3x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

HIER IST

THIS IS

3x ANNA LENA / 1x  Y6ET

3x ANNA LENA  1x  CALL SIGN Y6ET

ICH SCHALTE UM AUF KANAL 72

CHANGE TO CHANNEL 72

OVER

OVER

Nach dem Umschalten auf Kanal 72: (Beispiel im NON-GMDSS)

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x ASTERIX / DA 5770

3x ASTERIX  CALL SIGN DA 5770

HIER IST

THIS IS

3x ANNA LENA / 1x  Y6ET

3x ANNA LENA  1x  CALL SIGN Y6ET

MEINE POSITION NAHE BEI TONNE DW 35

MY POSITION NEAR BUOY DW 35

ICH KOMME IHNEN ZU HILFE

I AM COMING TO YOUR ASSISTANCE

ETA IN 20 MINUTEN

ESTIMATED TIME OF ARRIVAL IN 20 MINUTES

ICH PEILE SIE MIT RADAR UNTER 120°

I OBSERVE YOU BY RADAR MY BEARING IS 120°

BEREITEN SIE SCHLEPPLEINEN VOR

PREPARE TOW FOR TUG ASSISTANCE

OVER

OVER

Wäre auf die Dringlichkeitsmeldung keine Antwort eingegangen, so dürfte ASTERIX, der sich in einem Gebiet mit starkem Funkverkehr befindet, den Dringlichkeitsruf nicht mehr auf Kanal 16 wiederholen, sondern ihn dort nur ankündigen: (Beispiel im GMDSS)

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

1x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

1x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

ICH SCHALTE UM AUF KANAL 72

CHANGE TO CHANNEL 72

OVER

OVER

Auf Kanal 72 (oder 06) wird nun die ganze, zuvor auf Kanal 16 ausgesendete Dringlichkeitsmeldung erneut verlesen. Dazu ist ergänzend wiederum anzugeben, auf welchen Kanälen (16, 72) ASTERIX hörbereit ist. Ein Beispiel für eine Bitte um dringende funkärztliche Beratung an Arcona Radio (Kanal 66). Die Angabe eines Arbeitskanal entfällt, da die Meldung nicht auf Kanal 16, sondern auf einem Arbeitskanal gesendet wird. (engl. TALLINN RADIO in Estland, Kanal 16, MMSI 00 276 1000)

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x ARCONA RADIO

3x TALLINN RADIO

HIER IST

THIS IS

3x VIOLETTA / 1x  DJ 8467

3x VIOLETTA  1x  CALL SIGN DJ 8467

ERBITTE DRINGENDE FUNKÄRZTLICHE

RADIOMEDICAL ASSISTANCE URGENTLY

BERATUNG

REQUESTED

OVER

OVER

2.2.4 Beendigung des Dringlichkeitsverkehrs

Eine AN ALLE FUNKSTELLEN gerichtete Dringlichkeitsmeldung, die zu bestimmten Maßnahmen (z.  B. verstärkter Ausguck bei „Mann über Bord“) auffordert, muss widerrufen werden, sobald diese Maßnahmen nicht mehr erforderlich sind.  Der Widerruf einer z. B. erstmalig um 141930 Z MAY 05 ausgestrahlten Dringlichkeitsmeldung erfolgt mit einem an alle FuSt gerichtete Dringlichkeitsanruf und den Wörtern: (Besonderheit hier Zonenzeit, nicht UTC)

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

3x ASTERIX / DA 5770 / MMSI 211 770 450

DRINGLICHKEITSMELDUNG VON 141930Z MAY 05

URGENCY MESSAGE OF 141930Z MAY 05

IST AUFGEHOBEN

IS CANCELLED

2.2.5 Außergewöhnliche Dringlichkeitsmeldung während Pause im Notverkehr

Unter der Voraussetzung, dass der Notverkehr nicht gestört wird, dürfen in außergewöhnlichen Fällen Dringlichkeitsmeldungen während einer Pause im Notverkehr kurz auf Kanal 16 angekündigt werden. Dabei dürfen das Dringlichkeitszeichen und der Anruf nur einmal in abgekürzter Form gesendet werden. Danach ist der Arbeitskanal anzugeben.  Ein Beispiel:

PAN PAN  HIER IST SEEFUCHS  KANAL 06

PAN PAN  THIS IS SEEFOX  CHANNEL 06

2.3 Gesprächsbeispiel 3:     Sicherheitsmeldung und –verkehr

Kategorie: Sicherheit - Safety    (category 3: safety call)

2.3.1 Das Sicherheitszeichen (SECURITE) safety call

Das Sicherheitszeichen im Sprechfunk besteht aus dem Wort SECURITE (Sicherheit, gesprochen: ßehküriteh).  Es kündigt an, dass die FuSt eine wichtige nautische Warnung oder eine wichtige Wetterwarnung zu verbreiten hat. Das Sicherheitszeichen ist vor dem Anruf dreimal auszusenden.

2.3.2 Der Sicherheitsverkehr (safety traffic)

Mit einer Sicherheitsmeldung soll die Schiffahrt vor Gefahren gewarnt werden.  Allgemeine Gefahren sind z.B. treibende Hindernisse, ausgefallene Positionslichter oder Befeuerung von Seezeichen, Beschädigung oder Vertreiben von Seezeichen, Sturm- oder Eiswarnungen.  Gefahr kann auch von einem einzelnen Fahrzeug ausgehen, etwa beim Schleppen eines Fahrzeugs oder Objektes an einer sehr langen Schlepptrosse.

Es ist zwischen dem eigenen Verbreiten und dem Empfang von Sicherheitsmeldungen zu unterscheiden. Während das eigene Verbreiten von Sicherheitsmeldungen in der Praxis der Sportschiffahrt äußerst selten vorkommt (in der Prüfung aber verlangt wird), kann der Empfang der von KüFuSt ausgestrahlten Sicherheitsmeldungen in der Praxis sehr wichtig sein.

2.3.3 Verbreiten von Sicherheitsmeldungen  (safety messages)

Sicherheitsmeldungen stehen in der Rangfolge im Sprechfunkverkehr hinter dem Not- und dem Dringlichkeitsverkehr an dritter Stelle. Alle Sicherheitsmeldungen, die nur auf UKW verbreitet werden, sind unabhängig vom Inhalt nach Möglichkeit an die nächstgelegene KüFuSt zu übermitteln. Merke:

1.    Notverkehr läuft in voller Länge auf Kanal 16.

2.    Dringlichkeitsmeldung (in Gebieten mit starkem Funkverkehr) nur einmalig auf Kanal 16 senden.

3.    Sicherheitsmeldungen auf Kanal 16 ankündigen und auf einem Arbeitskanal (in der Regel Kanal 06) verbreiten. Ausnahme: kurzer, die Sicherheit der Schiffahrt betreffender Verkehr, der von anderen mitgehört werden soll. (gilt nicht imGMDSS)

2.3.4 Beispiele für Sicherheitsmeldungen (safety messages)

Auf Kanal 16: (Beispiel im NON-GMDSS); im GMDSS Arbeitskanal im DSC-Controller festlegen.

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE   SECURITE   SECURITE

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x DHUBE / 1x  DR2441

3x DHUBE  1x  CALL SIGN DR2441

ICH SCHALTE UM AUF UKW-KANAL 06

CHANGE TO VHF-CHANNEL 06

Umschalten auf Kanal 06:

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE   SECURITE   SECURITE

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x DHUBE / 1x  DR 2441

3x DHUBE  1x  CALL SIGN DR 2441

AUF POSITION 52-30 NORD 013-23 OST

ON POSITION 52-30 NORTH 013-23 EAST

EIN TREIBENDER CONTAINER GESICHTET

OBSERVED ONE DRIFTING CONTAINER

GEFAHR FÜR DIE SCHIFFAHRT

DANGER FOR NAVIGATION

OVER

OVER

Nach Aussendung der Sicherheitsmeldung muss auf Dual Watch geschaltet werden, um Anrufe anderer FuSt auf CH 16 oder CH 06 entgegennehmen zu können.

Im Empfangsbereich einer KüFuSt soll die Sicherheitsmeldung immer an eine KüFuSt gerichtet werden, die sie weiterverbreitet.

Borkum Radio hat Kanal 28 oder 16 oder Terschelling Radio Kanal 70 oder 16:

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE   SECURITE   SECURITE

3x BORKUM RADIO

3x TERSCHELLING RADIO

HIER IST

THIS IS

3x GODEWIND / 1x  DF 4527

3x GODEWIND 1x  CALL SIGN DF 4527

HABE EINE SICHERHEITSMELDUNG

I AM PASSING A SAFETY MESSAGE

OVER

OVER

 

Kiel Radio antwortet z. B.:

3x GODEWIND / 1x  DF 4527

3x GODEWIND 1x  CALL SIGN DF 4527

HIER IST

THIS IS

3x BORKUM RADIO

3x TERSCHELLING RADIO

BITTE IHRE SICHERHEITSMELDUNG

I AM READY TO RECEIVE YOUR SAFETY MESSAGE

Godewind erwidert:

1x BORKUM RADIO

1x TERSCHELLING RADIO

LEUCHTTONNE 20 MITTELRINNE VERLOESCHT

LIGHTBUOY 20  MITTELRINNE  UNLIT

Nun verbreitet ELBE WESER RADIO eine Sturmwarnung für die Deutsche Bucht:

(Elbe Weser Radio hat Kanal 24)

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE   SECURITE   SECURITE

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x ELBE WESER RADIO

3x ELBE WESER RADIO

STURMWARNUNG NUMMER 173 FÜR DIE

GALE WARNING NUMBER 173 FOR

DEUTSCHE BUCHT

GERMAN BIGHT

STÄRKE 9 BIS 10 BFT ZUNEHMEND BIS 11 BFT

FORCE 9 TO 10 BFT INCREASING TO 11 BFT

GEFAHR FÜR DIE SCHIFFAHRT

DANGER FOR NAVIGATION

2.3.5 Sicherheitsmeldung bei dichtem Nebel

Sollte ein Sportboot auf hoher See in dichtem Nebel geraten und nicht über ein Radargerät verfügen, so könnten andere Fahrzeuge durch eine kurze Sicherheitsmeldung, die auf Kanal 16 gesendet wird, auf die Gefahrenlage aufmerksam gemacht werden.

Aussendung der Sicherheitsmeldung vollständig auf Kanal 16: (Beispiel im NON-GMDSS)

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE   SECURITE   SECURITE

3x AN ALLE FUNKSTELLEN

3x ALL STATIONS

HIER IST

THIS IS

3x MOEWE / 1x  DEQA

3x MOEWE  1x  CALL SIGN DEQA

AUF POSITION 56-55 NORD 008-40 OST

ON 56-55 NORTH 008-40 EAST

SEGELYACHT OHNE RADAR IN DICHTEM NEBEL

SAILING SHIP WITHOUT RADAR IN DENSE FOG

KURS 115 FAHRT 5,7 KNOTEN

TRACK 115 DEGREES SPEED 5.7 KNOTS

DIE UMLIEGENDE SCHIFFAHRT WIRD

SURROUNDING SHIPS ARE REQUESTED FOR

UM BESONDERE AUFMERKSAMKEIT GEBETEN

SPECIAL ATTENTION

2.4 Gesprächsbeispiel 4: Gesprächsanmeldung Küstenfunkstelle

Kategorie: ROUTINE                      (category 5: routine call)

Die Gesprächsanmeldung bei deutschen KüFuSt erfolgt auf dem 1. Arbeitskanal durch kurzes Betätigen der PTT-Taste (ca. 5 sec.), warten bis Freizeichen kommt (Melodie) und dann sprechen: (Kiel Radio – DP07 - hat Kanal 23) oder (Lyngby Radio, südliche Ostsee Kanal 01 oder 02)

1x KIEL RADIO   oder 3x

1x LYNGBY RADIO                    oder 3x

HIER IST

THIS IS

2x ANTARES / 1x DIGW oder 3x

2x ANTARES 1x  CALL SIGN DIGW

BITTE EIN GESPRÄCH

ONE LINK CALL PLEASE (oder I WISH A CALL)

OVER

OVER

Nachdem sich die KüFuSt vergewissert hat, dass sie Schiffsnamen und Rufzeichen richtig aufgenommen hat, braucht das Rufzeichen nicht mehr genannt zu werden.  Die KüFuSt schließt ihren Funkspruch übrigens nicht mit OVER ab, weil sie im Duplex-Betrieb arbeitet, also gleichzeitig hören und sprechen kann.  Anschließend beginnt die eigentliche Gesprächsvermittlung:

1x ANTARES

1x ANTARES

WELCHES GESPRÄCH WÜNSCHEN SIE?

PLEASE GO AHEAD (Bedeutung: fahren Sie fort)

 

1x KIEL RADIO  HIER IST  DIGW

1x LYNGBY RADIO  THIS  IS DIGW

ICH MÖCHTE BITTE BREMEN

ONE CALL TO GERMANY PLEASE

RUFNUMMER 04 21 - 8 14 21 53

THE CALL NUMBER IS 04 21 - 8 14 21 53

MEINE ABRECHNUNGSKENNUNG IST DP 07

MY AAIC-CODE IS DELTA PAPA 07

OVER

OVER               AAIC: Accounting Code

Mehrstellige Telefonnummern werden von rechts beginnend in Gruppen zu je zwei Ziffern zerlegt, und die beiden Ziffern einer Gruppe worden einzeln nicht als zweistellige Zahl - genannt.  Dabei wird 2 als zwo ausgesprochen.  Die obige Rufnummer wird also wie folgt übermittelt (auch 3-er Gruppen üblich z.B. MMSI):        ACHT   EINS-VIER        ZWO-EINS        FÜNF-DREI

1x ANTARES

1x ANTARES

EINEN AUGENBLICK BITTE

STANDBY

Sobald die Telefonverbindung hergestellt ist:

1x ANTARES

1x ANTARES

IHR GESPRÄCH BREMEN

YOUR CALL TO GERMANY

BITTE SPRECHEN SIE

 

Jetzt kann das Telefongespräch geführt werden.

Nach dem Ende des Telefongesprächs kommt KIEL / LYNGBY RADIO erneut:

1x ANTARES

1x ANTARES

DAS WAREN 5 MINUTEN

THIS WAS A 5-MINUTE CALL

GUTE WACHE UND AUF WIEDERHÖREN

GOOD WATCH AND GOOD BYE

Die rufende Seefunkstelle beendet den Verkehr mit Verkehrsschluß:

1x KIEL RADIO

1x LYNGBY RADIO

VIELEN DANK UND

THANK YOU AND GOOD WATCH

AUCH EINE GUTE WACHE

FOR YOU TOO

ENDE

OVER AND OUT

Das Wort "OVER" wäre an dieser Stelle nicht angebracht, da der Verkehr beendet ist.  Das Gespräch kann nun in ein Funktagebuch eingetragen werden (für UKW-FuSt keine Pflicht). Manchmal liegen einer KüFuSt bereits mehrere Gesprächsanmeldungen vor.  Dann würde sie zunächst fragen in Deutsch und Englisch:

NOCH JEMAND FÜR KIEL RADIO

ANYONE ELSE FOR LYNGBY RADIO

AUF KANAL 23

ON CHANNEL ZERO TWO

und danach den Anrufer in eine Warteschlange einweisen z.B.:

1x RAMBA ZAMBA DRZW

1x RAMBA ZAMBA DRZW

BLEIBEN SIE BITTE AUF KANAL 23

STANDBY ON CHANNEL ZERO-TWO PLEASE

SIE SIND AUF PLATZ 3

YOU ARE NUMBER 3

Übersteigt die Wartezeit 10 Minuten, so muss sie den Grund angeben. Derzeit werden die deutschen Küstenfunkstellen von einem privaten Betreiber unterhalten. Die Abrechnungskennung lautet DP 07.

2.5 Gesprächsbeispiel 5:   ANFRAGE Schiff-Schiff

Kategorie: Routine oder Shipmaster (category 5 routine oder 4: shipmaster call oder business)

2.5.1 Abwickeln des Verkehrs, Beispiele für Routine-Gespräche

Schiff-Schiff-Gespräche sollen in Gebieten mit starkem Funkverkehr nicht länger als 6 Minuten dauern. Es ist - wann immer möglich - mit reduzierter Sendeleistung zu arbeiten.  Im folgenden Beispiel ruft das Sportboot  ESMERALDA  Rufzeichen DN 64 43 das Boot  PINOLA Rufzeichen DA 76 92 auf Kanal 16 mit dem verkürzten Anrufverfahren an: (Sie dürfen auch den vollen Anruf verwenden)

1x PINOLA / DA 7692     oder 3x

1x PINOLA CALL SIGN DA 7692

HIER IST

THIS IS

2x ESMERALDA /  1x  DN 6443   oder 3x

2x ESMERALDA 1x  CALL SIGN DN 6443

BITTE EIN GESPRÄCH AUF KANAL 72

REQUEST FOR A CALL ON CHANNEL 72

OVER

(oder A LINK CALL PLEASE ON CHANNEL 72)

 

OVER

PINOLA könnte auf Kanal 16 etwa so antworten mit verkürztem Anruf:

1x ESMERALDA / DN 6443         oder 3x

1x ESMERALDA  CALL SIGN DN 6443

HIER IST

THIS IS

2x PINOLA        oder 3x

2x PINOLA

GEHE AUF KANAL 72

CHANGING CHANNEL SEVEN-TWO

OVER

OVER

Beide schalten nun auf Kanal 72 um und wickeln, sobald Kanal 72 frei ist, dort das Gespräch ab.

2.5.2 Im anschließenden Beispiel wird eine Auskunft erbeten, voller Anruf:

3x MERKUR / DKJL

3x MERKUR  CALL SIGN DKJL

HIER IST

THIS IS

3x ALGOL /  1x  DDRT

3x ALGOL   1x  CALL SIGN DDRT

ICH HABE EINE ANFRAGE

CALLING FOR INFORMATION (or. FOR INQUIRY)

BITTE KANAL 08

CHANNEL ZERO-EIGHT PLEASE

OVER

OVER

2.5.3 Bei ausbleibender Antwort

Wenn MERKUR nicht antwortet, könnte es ALGOL 5 Minuten später nochmals versuchen:

3x MERKUR / DKJL

3x MERKUR  CALL SIGN DKJL

HIER IST

THIS IS

3x ALGOL / DDRT

3x ALGOL  CALL SIGN DDRT

WIE HÖREN SIE MICH?

HOW DO YOU READ ME?

OVER

OVER

 

1x ALGOL / DDRT

1x ALGOL  CALL SIGN DDRT

HIER IST

THIS IS

2x MERKUR / DKJL

2x MERKUR  CALL SIGN DKJL

ICH HÖRE SIE GUT

I READ YOU LOUD AND CLEAR

OVER

OVER

Weitere Antwortmöglichkeiten auf Anfragen nach der Verständigung:

ich empfange Sie

I read you ..

ausreichend

. fair (3)

ausgezeichnet

. excellent /very good (5)

schwach

. weak (2)

gut

. good (4)

mangelhaft

. poor (2)

ziemlich gut

. fairly good (4)

kaum wahrnehmbar

. barely perceptible (1)

Hört dagegen die FuSt MERKUR / DKJL dass sie gerufen wurde, ist sie aber im Zweifel. Wer gerufen hat, so antwortet sie:

HIER IST

THIS IS

1x MERKUR / DKJL

1x MERKUR  CALL SIGN DKJL

VON WEM WERDE ICH GERUFEN?   OVER

ANY STATION CALLING ME?   OVER

Sind weder der Name noch das Rufzeichen des gerufenen Schiffes bekannt, beschreibt man es z.B.:

3x UNBEKANNTER FRACHTER IN SICHTWEITE

3x UNKNOWN VESSEL IN VICINITY (or POSITION)

HIER IST

THIS IS

3x MERKUR / DKJL

3x MERKUR  CALL SIGN DKJL

WEISSE SEGELYACHT AN DER BACKBORDSEITE

THE WHITE SAILING YACHT AT YOUR PORTSIDE

ICH HABE EINE ANFRAGE

I REQUIRE AN INFORMATION

(oder BENÖTIGE UNTERSTÜTZUNG)   OVER

(oder I REQUIRE ASSISTANCE)   OVER

Hinweis:

In der Praxis wird meist anders gerufen.                ALBATROS  ALBATROS

Die gerufene FuSt wird 2 mal angerufen                 HIER          (oder FÜR)

und der eigene Name 1 mal genannt wie folgt:       SUMMERTIME

Dieses Anrufverfahren ist nirgends festgelegt,        KANAL 69

trotzdem wird es sehr häufig angewendet.

2.6 Gesprächsbeispiel 6:   Radarberatung

Zusatzthema: (gehört nicht zum Sicherheitsverkehr, dient aber der Verkehrssicherheit)

Bei verminderter Sicht können vor weiten Teilen der deutschen Nordseeküste die Informationsdienste der Landradarberatung in Anspruch genommen werden.

Zur Sicherung der Schifffahrt sind Radarketten entlang der stark befahrenen Fahrwasser und Landradarstationen in großen Häfen eingerichtet.  Durch überlappende Erfassungsbereiche ist gewährleistet, dass Schiffe von Station zu Station weitergereicht worden können.  Die UKW-Kanäle der Radarberatung können den Seekarten entnommen werden.

Der jeweilige UKW-Kanal der Radarberatung sollte bei Nebel auch von der Sportschifffahrt unbedingt abgehört werden, um einen Überblick über den aktuellen Schiffsverkehr zu erhalten.

Aus Sicherheitsgründen sollten Sportboote, die sich bei Nebel in einem Fahrwasser aufhalten müssen, immer die Radarberatung hierüber informieren. Bei der Anmeldung sind der Schiffsname mit Rufzeichen, der möglichst genaue eigene Standort sowie Schiffsgröße und Tiefgang zu nennen.  Hier ein Gesprächsbeispiel: (Neuwerk Radar Kanal 05) oder (GB: Medway Radar Kanal 22 S. JFD S.256)

 

1x MEDWAY RADAR

HIER IST

THIS IS

2x TARANTELLA / 1x  DC 2992

2x TARANTELLA 1x  CALL SIGN DC 2992

ICH BITTE UM RADARBERATUNG

REQUEST FOR RADAR ADVISORY

OVER

OVER

 

Die Antwort könnte lauten:

1x TARANTELLA

1x TARANTELLA

HIER IST

THIS IS

1x NEUWERK RADAR

1x MEDWAY RADAR

BITTE IHREN STANDORT UND

YOUR POSITION AND

ANGABEN ÜBER IHR FAHRZEUG

INFORMATIONS ABOUT YOUR VESSEL PLEASE

 

2.7 Gesprächsbeispiel 7:   Travel Report

Sobald die Berufsschifffahrt in das Küstenmeer eintritt oder dieses verlässt muss ein sog. Travel Report (TR) an die nächste zuständige Verkehrszentrale gesendet werden, Das ist für Sportboote freiwillig. Darin ist die Position, der Zielhafen und die angenäherte Ankunftszeit ETA: Estimated Time of Arrival enthalten. Die Meldepunkte und die Kanalnummer sind in der Seekarte eingetragen.

Nachfolgend ein Beispiel: German Bight Traffic Kanal 79/80; Medway Traffic Kanal 22

1x DEUTSCHE BUCHT TRAFFIC

1x GERMAN BIGHT TRAFFIC

HIER IST

THIS IS

2x ALCOR / 1x  DKYE

2x MIZAR  1x  CALL SIGN DHJU

ICH BITTE HABE EIN TR FÜR SIE   OVER

PASSING A TRAVEL REPORT   OVER

 

1x ALCOR / DKYE

1x MIZAR  CALL SIGN DHJU

HIER IST

THIS IS

1x DEUTSCHE BUCHT TRAFFIC

1x GERMAN BIGHT TRAFFIC

EMPFANGSBEREIT FÜR TR

READY FOR YOUR TR

 

1x DEUTSCHE BUCHT TRAFFIC

1x GERMAN BIGHT TRAFFIC

HIER IST

THIS IS

1x ALCOR / DKYE

1x MIZAR  CALL SIGN DHJU

POSITION FEUERSCHIFF ELBE 1

POSITION LIGHT VESSEL ELBE 1

UNTERWEGS NACH HARWICH

UNDERWAY TO HARWICH

ETA 301400 UTC MAY 05

ETA 301400 UTC MAY 05

 

Wichtiger Hinweis für Funkbetrieb im GMDSS:

In allen Gefahren-Funkmeldungen mit MAYDAY, MAYDAY RELAY, PAN PAN und SECURITE müssen Sie im GMDSS seit 2008 wieder die dreimaliger Nennung des Schiffsnamens mit einmaliger Nennung des Rufzeichen und ggf. auch der MMSI vornehmen:

PAN PAN           PAN PAN           PAN PAN

ALL STATIONS    ALL STATIONS    ALL STATIONS 
THIS IS

3x ALBATROS  1x  CALL SIGN DR 3428   1x MMSI 211 329 740

In den Folgegesprächen genügt die einmalige Nennung des Schiffsnamens und des Rufzeichens. Die MMSI muss dann nicht genannt werden, wenn sie bereits bekannt oder nicht erforderlich ist.

 

Angaben für Absprachen mit der Verkehrszentrale

 

length overall / breadth, (width), abeam

Länge über alles / Breite,

draught / air draught

Tiefgang / ggf. Masthöhe über Wasser

under-keel clearance

Sicherheit unter Kiel

freeboard

Freibord

displacement

Wasserverdrängung

hampered vessel

Manövrierbehindertes Fahrzeug

Inoperative

außer Betrieb

vessel inward/ outward/ leaving

Einlaufendes/ auslaufendes/ ablegendes Schiff

bound for …

Bestimmungshafen ist …

approaching border line

sich annähern z.B. Grenze von …

fairway / traffic lane

Fahrwasser / Einbahnweg

port / starbord / ahead / astern

Backbord / Steuerbord / vorwärts / Rückwärts

salvage operations

Bergungsarbeiten

traffic separation scheme (T.S.S.)

VTG: Verkehrstrennungsgebiet

please use the standard marine navigational vocabulary (SMCP: SM Communication Phrases)

Bitte benutzen Sie das Seefahrt-Standardvokabular

received and understood / not understood

Empfangsbestätigung, verstanden/nicht verst.

2.8 Spruchkennzeichen (message markers)

Spruchkennzeichen, die der Meldung vorangestellt werden können:

Diese Spruchkennzeichnen verstärken wesentlich die Aussagekraft der nachfolgenden Meldung.

QUESTION

zeigt an, dass die folgende Meldung eine Frage enthält

ANSWER

zeigt an, dass die folgende Meldung eine Antwort auf eine vorangegangene  Frage enthält

REQUEST

zeigt an, dass der Inhalt der folgenden Meldung eine Handlung von anderen in Bezug auf das Schiff verlangt

INFORMATION

zeigt an, dass die folgende Meldung sich auf Beobachtungen bezieht

INTENTION

zeigt an, dass die folgende Meldung andere über unmittelbar bevorstehende navigatorische Maßnahmen unterrichtet

WARNING

zeigt an, dass die folgende Meldung andere Verkehrsteilnehmer über Gefahren unterrichtet

ADVICE

zeigt an, dass die folgende Meldung eine Empfehlung des Absenders enthält, welche der (die) Empfänger berücksichtigen soll(en)

INSTRUCTION

zeigt an, dass die folgende Meldung den Hinweis auf eine rechtliche Bestimmung enthält, welche der (die) Empfänger berücksichtigen soll(en)

CORRECTION

Zeigt an, dass die vorige Meldung oder Teile der Meldung korrigiert werden soll

 

 

3 Sprechfunkübungen SEE mit Prüfungsaufgaben für SRC

 

Geben Sie bei den NON-GMDSS und GMDSS Aufgaben bitte immer folgendes an:

1.    um was für eine Meldung es sich handelt, (gehen Sie stringent nach dem Inhalt vor)

2.    im GMDSS: DSC-Anruf vorbereiten, ggf. auf Kanal 70 und absenden, acknowledge abwarten

3.    den Kanal, auf dem Sie die Meldung absetzen wollen, am Sprechfunkgerät einstellen

4.    die erforderlichen Vorbereitungen mit Squelch und Nachbereitungen am Gerät ggf. DW und

5.    den richtigen Funkspruch nach Schema senden!

In der Prüfung zum Erwerb des UKW-Funkbetriebszeugnisses SRC erhält man ähnliche Aufgaben.

Number 1        (Küste/SEE) Lösung wahlweise GMDSS oder NON-GMDSS

Sailing Yacht KISMET / DEJY, MMSI: 218 340 540, position at 1830 UTC on 55-30 N 006-45 E, flooding, engine is disabled, danger of sinking in rough (heavy) sea, 8 crewmember are on board,
one person is injured, help immediately requested.

Solution 1   DSC (IC-DS100): select distress settings/flooding/position/time/ENT/Distress-Taste

              2   VHF (IC-M503): Notmeldung (Distress Message); Kanal 16, 25 Watt; sofort sprechen:

NON-GMDSS (ohne DSC-Controller)                       GMDSS nach vorheriger DSC-Alarmierung

Meldung mit Sprechfunkgerät Kanal 16:

1. DISTRESS CALL mit DSC-CONTROLLER

 

2. send the following message by radio-phone 

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

THIS IS

THIS IS

KISMET  KISMET  KISMET  CALL SIGN  DEJY

KISMET  KISMET  KISMET  CALL SIGN  DEJY 
MMSI 218 340 540

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x KISMET  CALL SIGN  DEJY  (I repeat…)

1x KISMET  CALL SIGN  DEJY  MMSI 218 340 540

POSITION 55-30 N 006-45 E

POSITION 55-30 N 006-45 E

FLOODING, ENGINE IS DISABLED

FLOODING, ENGINE IS DISABLED

DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA

DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA

8 CREWMEMBER ARE ON BOARD

8 CREWMEMBER ARE ON BOARD

ONE PERSON IS INJURED

ONE PERSON IS INJURED

HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER

HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER

 

Number 2        (Küste/SEE)

MRCC BREMEN RESCUE; MMSI: 00 211 1240, received the DSC-Alert of KISMET and afterwards the following message at 1832 UTC:

„MAYDAY KISMET / DEJY (218 340 540); position 55-30 N 006-45 E; FLOODING, ENGINE IS DISABLED , DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA, 8 CREWMEMBER ARE ON BOARD, ONE PERSON IS INJURED, HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER“

Certify the receipt of this message like an operator of BREMEN RESCUE in two steps!

Solution 1   DSC: Acknowledge durch MRCC automatisch, Sprechfunk-Notmeldung abwarten danach

              2   VHF: Notrufbestätigung; Kanal 16, volle Leistung und dann sprechen:

NON-GMDSS (ohne DSC-Controller)                       GMDSS, Meldung des MRCC abwarten

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x KISMET / DEJY

1x KISMET / DEJY  (oder 1x 218 340 540)

THIS IS

THIS IS

1x BREMEN RESCUE

1x BREMEN RESCUE

RECEIVED MAYDAY

RECEIVED MAYDAY

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

 

Number 3        (Küste/SEE)

Sailship NIRWANA / DD 4455; MMSI: 211 983 240, received the following message at 1832 UTC too:

„MAYDAY KISMET / DEJY (218 340 540); position 55-30 N 006-45 E; FLOODING, ENGINE IS DISABLED , DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA, 8 CREWMEMBER ARE ON BOARD, ONE PERSON IS INJURED, HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER“

Certify the receipt of this message! (Give a radio-phone-acknowledge of this distress call)

Solution 1   DSC: Acknowledge des MRCC abwarten und Sprechfunk-Notmeldung abwarten danach

              2   VHF: Notrufbestätigung; Kanal 16, volle Leistung; prüfen ob Kanal frei, dann sprechen:

NON-GMDSS (ohne DSC-Controller)                       GMDSS, Meldung des MRCC abwarten

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x KISMET / DEJY

1x Kismet / DEJY         (oder 1x 218 340 540)

THIS IS

THIS IS

1x NIRWANA / CALL SIGN  DD 4455

1x NIRWANA / CALL SIGN  DD 4455

RECEIVED MAYDAY

RECEIVED MAYDAY

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

 

Number 4        (Küste/SEE)

Sailship ARIADNE / DEKL; MMSI: 211 478 930, received the following message at 1832 UTC too:

„MAYDAY KISMET / DEJY (218 340 540); position 55-30 N 006-45 E; FLOODING, ENGINE IS DISABLED , DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA, 8 CREWMEMBER ARE ON BOARD, ONE PERSON IS INJURED, HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER“

Give an acknowledge of the distress call and transmit this message to All Stations! If the distress call is remaining undiscovered by the MRCC, one ship has to transmit the message to the MRCC.

Solution 1   VHF: Notrufbestätigung; Kanal 16, volle Leistung; prüfen ob Kanal frei, dann sprechen:

              2   DSC: Weiterleitung einer DSC-Notmeldung sowie einer Sprechfunk-Notmeldung

GMDSS mit Klasse D Station, prüfungsrelevant       GMDSS mit Klasse A Station zur Information

1.Zunächst die Notfallbestätigung vornehmen        1.Zunächst die Notfallbestätigung vornehmen

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x KISMET / DEJY         (oder 1x 218 340 540)

1x KISMET / DEJY         (oder 1x 218 340 540)

THIS IS

THIS IS

1x ARIADNE  CALL SIGN  DEKL

1x ARIADNE  CALL SIGN  DEKL

RECEIVED MAYDAY      

RECEIVED MAYDAY      

 

 

2.mit Klasse D-Station spezial call to all ships

2.danach Notfall mit DSC-Controller weiterleiten

mit der Kategorie Distress

 

3.Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten

3.Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten

MAYDAY RELAY MAYDAY RELAY MAYDAY RELAY

MAYDAY RELAY MAYDAY RELAY MAYDAY RELAY

ALL STATIONS  ALL STATIONS  ALL STATIONS

ALL STATIONS  ALL STATIONS  ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x ARIADNE / DEKL / MMSI 211 478 930

3x ARIADNE / DEKL / MMSI 211 478 930

AT 1832 UTC RECEIVED THE FOLLOWING

AT 1832 UTC RECEIVED THE FOLLOWING

DISTRESS MESSAGE ON VHF-CHANNEL 16

DISTRESS MESSAGE ON VHF-CHANNEL 16

MAYDAY

MAYDAY

KISMET / CALL SIGN  DEJY / 218 340 540

KISMET / CALL SIGN  DEJY / 218 340 540

POSITION 55-30 N 006-45 E

POSITION 55-30 N 006-45 E

FLOODING, ENGINE IS DISABLED

FLOODING, ENGINE IS DISABLED

DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA

DANGER OF SINKING IN ROUGH SEA

8 CREWMEMBER ARE ON BOARD

8 CREWMEMBER ARE ON BOARD

ONE PERSON IS INJURED

ONE PERSON IS INJURED

HELP IMMEDIATELY REQUESTED

HELP IMMEDIATELY REQUESTED

(THIS IS ARIADNE  CALL SIGN DEKL)  OVER

(THIS IS ARIADNE  CALL SIGN DEKL)  OVER

 

Number 5        (Küste/SEE)

Sailing Yacht KASSANDRA / DH 8653, MMSI: 211 313 130, position 300 Meter NE of lighthouse BÜLK is grounded, tug assistance from another leisure (Freizeit) motor boat requested, working channel is 72.       additional question:    What are you doing, if you get no answer?

Solution 1   DSC: select format: All Ships; select priority: urgency call; SEND

              2   VHF: Dringlichkeitanruf; Kanal 16, volle Leistung; prüfen ob Kanal frei, dann sprechen:

NON-GMDSS: (ohne DSC-Controller) Kanal 16        GMDSS: nach DSC-Alarmierung Kanal 72

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN 

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN 

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

KASSANDRA  KASSANDRA  KASSANDRA
 DH 8653

KASSANDRA  KASSANDRA   KASSANDRA
DH 8653 / MMSI 211 313 130

POSITION 300 METER NORTHEAST OF

POSITION 300 METER NORTHEAST

OF LIGHT HOUSE BÜLK

OF LIGHT HOUSE BÜLK

MY VESSEL IS GROUNDED

MY VESSEL IS GROUNDED

TUG ASSISTANCE FROM A MOTORBOAT

TUG ASSISTANCE FROM A MOTORBOAT

URGENTLY REQUIRED   (REQUESTED)

URGENTLY REQUIRED   (REQUESTED)

MY WORKING CHANNEL IS 72, OVER

OVER

Ich schalte nun Kanal 72 und die Zweikanalüberwachung ein. Sollte auf diese Meldung keine Antwort eingehen, so darf ich sie nicht auf Kanal 16 wiederholen.  Zulässig ist, die Dringlichkeitsmeldung auf Kanal 16 anzukündigen und dabei anzugeben, dass diese z. B. auf Kanal 72 ausgestrahlt wird.

 

Number 6        (Küste/SEE)

SAGITTARIUS/ DCKV MMSI: 218 597 330 has observed on position 61-15 N 007-45 E an expanding  Oilfield about length of 300 m and extension (Ausdehnung) of 100 m, warning to shipping (navigation).

Solution 1   DSC: select format: All Ships; select priority: safety call, Kanal 06 auswählen, SEND

              2   VHF: Sicherheitsmeldung; Kanal (16), volle Leistung; prüfen ob Kanal frei ist.

NON-GMDSS (ohne DSC-Controller) Kanal 16                                                                       GMDSS nach vorheriger DSC-Alarmierung

GMDSS nach DSC-Alarmierung auf Kanal 06

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE  SECURITE  SECURITE

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x SAGITTARIUS / 1x DCKV

1x SAGITTARIUS / DCKV / MMAI 218 597 330

I CHANGE TO CHANNEL 06, OVER

AT POSITION 61-15 N 007-45 E OBSERVED

Kanal 06, volle Leistung; auch hier kein Not-
und Dringlichkeitsverkehr, dann sprechen:

EXPANDING OILFIELD ABOUT LENGTH OF
300 METER AND EXTENSION OF 100 METER

SECURITE  SECURITE  SECURITE

WARNING TO SHIPPING; OVER

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

 

THIS IS

Im GMDSS kann die Meldung direkt auf dem an-

3x SAGITTARIUS / 1x DCKV

gegebenen Kanal (06) gesendet werden.

AT POSITION 61-15 N 007-45 E OBSERVED

 

EXPANDING OILFIELD ABOUT LENGTH OF

 

300 METER AND EXTENSION OF 100 METER

 

WARNING TO SHIPPING, OVER

 

Auf Kanal 16 zurückschalten oder Zweikanalüberwachung der Kanäle 16 und 06 einstellen.

 

Number 7        (Küste/SEE)

Sailship NIOBE / DHTK 211 556 470, please contact ABERDEEN Radio MMSI 00 232 0004 on VHF-Channel 06 for a phone-call to Munic in Germany, call-number is 089 342 668 280.

Solution 1   DSC: CALL/EDIT select format: selective; select priority: routine call; SEND

              2   VHF: Routineruf; Kanal 06, volle Leistung; prüfen ob Kanal frei, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Routine Call

Anruf auf Arbeitskanal 06                                    Nach acknowledgement Anruf auf Kanal 06

1x ABERDEEN RADIO

1x ABERDEEN RADIO

THIS IS

THIS IS

2x NIOBE  1x CALL SIGN  DHTK

1x NIOBE / CALL SIGN  DHTK / MMSI 211 556 470

ONE CALL LINK TO GERMANY PLEASE, OVER

ONE CALL LINK TO GERMANY PLEASE, OVER

 

Number 8        (Küste/SEE)

Yacht NORDSTERN / DA 6194, MMSI 218 721 990, (in the Mediterranean Sea) please ask for a radio-phone-connection to Yacht SUNSHINE / GB 7349, MMSI 232 756 230 on VHF-Cannel 16 with changing to 72.

Solution Gesprächsanmeldung Schiff - Schiff; Kanal 16, volle Sendeleistung, Rauschsperre einmal kurz ausschalten, hören, ob Kanal 16 frei ist und dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Routine Call

Anruf auf Arbeitskanal 16                                    Nach acknowledgement Anruf auf Kanal 72

 

1x SUNSHINE CALL SIGN  GB 7349

1x SUNSHINE / GB 7349 /MMSI  232 756 230

THIS IS

THIS IS

2x NORDSTERN   1x CALL SIGN  DA 6194

1x 218 721 990  NORDSTERN CALL SIGN DA 6194

ONE CALL LINK PLEASE ON CHANNEL 72, OVER

REQUEST FOR A CALL, OVER

Number 9        (Küste/SEE)

Please request for help with a mobile radio-transceiver:

SABRINA / DFJU, MMSI 211 879 100, position 18 nautical miles N of  light vessel “GB”, white sail ship is capsized after loss of keel, we are drifting partly submerged, 6 persons are fixed at the hull, no injured persons, we have one transponder for search and rescue, help immediately requested.

Solution Notmeldung, Kanal 16, volle Leistung, sofort sprechen:

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

 

THIS IS

 

SABRINA  SABRINA  SABRINA  CALL SIGN DFJU

 

MAYDAY

 

SABRINA CALL SIGN DFJU

 

POSITION APPROXIMATE 18 NAUTICAL MILES NORTH OF LIGHTVESSEL GOLF BRAVO

WHITE SAILSHIP IS CAPSIZED AFTER LOSS OF KEEL WE ARE DRIFTING PARTLY SUBMERGED

6 PERSONS ARE FIXED AT THE HULL, NO INJURED PERSONS, WE HAVE ONE TRANSPONDER

FOR SEARCH AND RESQUE,  HELP IMMEDIATELY REQUESTED, OVER

 

Number 10      (Küste/SEE)

The ship in distress SABRINA / DFJU  releases at 1430 UTC on channel 16 communication for restricted traffic. Finally at 2240 UTC MRCC Bremen releases radio traffic for common purposes.

Solution Notverkehr; Kanal 16, volle Leistung und sprechen:

Freigabe Kanal 16 für eingeschränkten Betrieb:    vollständige Aufhebung des Notverkehrs:

MAYDAY

MAYDAY

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

SABRINA CALL SIGN DFJU

BREMEN RESCUE

1430 UTC

2240 UTC

SABRINA /  CALL SIGN  DFJU

SABRINA / CALL SIGN  DFJU

PRUDENCE

SILENCE FINI

Die Aufhebung der Funkstille erfolgt i.a. durch die Rettungsleitstelle.

 

Number 11      (Küste/SEE)

You are underway with the motorboat KNURRHAHN / DFQW at the North-East-Channel (NOK). You intend to overtake the freighter PANDORA at the portside. Please contact the ship PANDORA without DSC. (in German and English language)

Solution Routinegespräch; Kanal 16 volle Sendeleistung; Rauschsperre ausschalten, hören, ob Kanal 16 frei ist und sprechen:

1x PANDORA 

1x PANDORA 

THIS IS

HIER IST

2x KNURRHAHN  1x CALL SIGN  DFQW

2x KNURRHAHN /1x DFQW

I INTEND TO OVERTAKE YOU

ICH MOECHTE SIE AN DER

AT YOUR PORTSIDE, OVER

BACKBORDSEITE ÜBERHOLEN, OVER

 

Number  12     (Küste/SEE)

Yacht TRUE LOVE / DGJZ, MMSI 211 343 430 is underway in the German Bight, you want a radiophone - connection from, via Helgoland Radio (Kanal 86) to Dresden in Germany. The number is 0940 678362, AAIC (Accounting Code) is DP07.

Solution Routinegespräch; Kanal 86 volle Sendeleistung; hören, ob Kanal 86 frei ist, PTT-Taste drücken und Freizeichen abwarten, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Routine Call

Anruf auf Arbeitskanal 86                                    Nach acknowledgement Anruf auf Kanal 86

1x HELGOLAND RADIO

1x HELGOLAND RADIO

THIS IS

THIS IS

2x TRUE LOVE  1x CALL SIGN DGJZ

1x TRUE LOVE / DGJZ / MMSI 218 456 440

ONE CALL LINK PLEASE, OVER

ONE CALL LINK PLEASE, OVER

 

Number 13      (Küste/SEE)

ALEMANNIA / DCMT, MMSI 211 343 430 in position 20 nautical miles east of Gothland. electrical equipment disabled, navigate without position lights, warning to shipping by white rockets

Solution Sicherheitsmeldung; Kanal 16, volle Leistung; wenn zur Zeit kein Not- oder Dringlich-keitsverkehr stattfindet, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Safety Call

Meldung auf Arbeitskanal 16                                Nach DSC-Call Meldung auf Kanal 06

SECURITE  SECURITE  SECURITE

Nach DSC-Ankündigung keine Ankündigung mehr

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

erforderlich, gleich auf Kanal 06 senden.

THIS IS

 

3x ALEMANNIA  CALL SIGN DCMT

 

I CHANGE TO CHANNEL 06, OVER

 

Kanal 06, volle Leistung; Hinweis, wenn kein Not- oder Dringlichkeitsverkehr läuft; dann sprechen:

SECURITE  SECURITE  SECURITE

SECURITE  SECURITE  SECURITE

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x ALEMANNIA / CALL SIGN DCMT

1x ALEMANNIA / DCMT / MMSI 211 343 430

POSITION 20 NAUTICAL MILES EAST OF GOTLAND

POSITION 20 NAUTICAL MILES EAST OF GOTLAND

ELECTRICAL EQUIPMENT DISABLED

ELECTRICAL EQUIPMENT DISABLED

NAVIGATE WITHOUT POSITION LIGHTS

NAVIGATE WITHOUT POSITION LIGHTS

WARNING TO SHIPPING BY WHITE ROCKETS

WARNING TO SHIPPING BY WHITE ROCKETS

OVER

OVER

     

Auf Kanal 16 zurückschalten oder eine Zweikanalüberwachung der Kanäle 16 und 06 einstellen.

 

Number 14      (Küste/SEE)                 Please send this message:

BLUE BELUGA / DG 7239, MMSI 211 995 670 approximate position 54-45 N 010-50 E, 14:40 UTC rudder is broken, vessel is disabled and drifting, tug assistance urgently required, working channel is 06.

Solution Dringlichkeitsmeldung; K 06, volle Leistung, kein Notverkehr auf Kanal 06, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Urgency Call

Meldung auf Arbeitskanal 06                                Nach DSC-Call Meldung auf Kanal 06

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x BLUE BELUGA / CALL SIGN  DG 7239

3x BLUE BELUGA / DG 7239 / MMSI 211 995 670

APPROXIMATE POSITION 54-45 N 010-50 E

APPROXIMATE POSITION 54-45 N 010-50 E

RUDDER IS BROKEN, VESSEL IS

RUDDER IS BROKEN, VESSEL IS

DISABLED AND DRIFTING

DISABLED AND DRIFTING

TUG ASSISTANCE URGENTLY REQUIRED

TUG ASSISTANCE URGENTLY REQUIRED

MY WORKING CHANNEL IS 06, OVER

MY WORKING CHANNEL IS 06, OVER

Zweikanalüberwachung einschalten.

 

Number 15      (Küste/SEE)

Due to missing radiophone-contact after 30 minutes, please repeat the message of number 13

Solution Dringlichkeitsmeldung; Kanal 06, volle Leistung, wenn kein Notverkehr auf Kanal 06, dann sprechen:

NON-GMDSS, Ankündigung auf 16                          GMDSS Klasse A oder D Urgency Call

Meldung auf Arbeitskanal 06                                Nach DSC-Call Meldung auf Kanal 06

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

Im DSC-Betrieb muss die Meldung bei der

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

Wiederholung auf dem Kanal (06) der ersten

THIS IS

Aussendung in voller Länge wiederholt werden.

3x BLUE BELUGA / CALL SIGN  DG 7239

Eine Ankündigung entfällt daher.

URGENCY MESSAGE ON CHANNEL 06, OVER

 

Auf Kanal 06 umschalten; wenn dort kein Seenotverkehr abgewickelt wird und dann sprechen:

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

ALL SHIPS  ALL SHIPS  ALL SHIPS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x BLUE BELUGA / CALL SIGN  DG 7239

3x BLUE BELUGA / DG 7239 / MMSI 211 995 670

APPROXIMATE POSITION 54-45 N 010-50 E

APPROXIMATE POSITION 54-45 N 010-50 E

RUDDER IS BROKEN, VESSEL IS

RUDDER IS BROKEN, VESSEL IS

DISABLED AND DRIFTING

DISABLED AND DRIFTING

TUG ASSISTANCE URGENTLY REQUIRED

TUG ASSISTANCE URGENTLY REQUIRED

MY WORKING CHANNEL IS 06, OVER

MY WORKING CHANNEL IS 06, OVER

Zweikanalüberwachung einschalten.

 

Number 16      (Küste/SEE)                 Please send this message:

SUNDANCE / DMAL, MMSI 211 334 280 position 54-47 N 010-52 E, can offer tug assistance. ETA 09:39 UTC, (True Bearing is 235°), proceeding Speed is 8 kn. Please send a message to BLUE BELUGA / DG 7239 MMSI 211 995 670 on working channel is 06.

Solution Dringlichkeitsmeldung; K 06, volle Leistung, kein Notverkehr auf Kanal 06, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Urgency Call

Meldung auf Arbeitskanal 06                                Nach DSC-Call Meldung auf Kanal 06

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

3x BLUE BELUGA / CALL SIGN  DG 7239

3x BLUE BELUGA / DG 7239 / MMSI 211 995 670

THIS IS

THIS IS

3x SUNDANCE / CALL SIGN  DMAL

3x SUNDANCE / DMAL / MMSI 211 334 280

APPROXIMATE POSITION 54-47 N 010-52 E

PROCEEDING SPEED 8 KNOTS, ETA 09:35 UTC

I CAN OFFER YOU TUG ASSISTANCE   OVER

APPROXIMATE POSITION 54-47 N 010-52 E

PROCEEDING SPEED 8 KNOTS, ETA 09:35 UTC

I CAN OFFER YOU TUG ASSISTANCE  OVER

 

Number 17      (Küste/SEE)                 Please send this message:

BLUE BELUGA / DG 7239, MMSI 211 995 670 please cancel your urgency alert of 14:40 UTC 24th Aug. on working channel is 06 and 16. (keine spezielle Form vorgeschrieben)

Solution Dringlichkeitsmeldung; K 16, volle Leistung, kein Notverkehr auf Kanal 16, dann sprechen:

NON-GMDSS                                                         GMDSS Klasse A oder D Urgency Call

Meldung auf Arbeitskanal 06 + 16                         Nach DSC-Call Meldung auf Kanal 06 + 16

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

PAN PAN  PAN PAN  PAN PAN

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x BLUE BELUGA / CALL SIGN  DG 7239

1x BLUE BELUGA / DG 7239 / MMSI 211 995 670

CANCEL MY URGENCY ALERT OF 241440 UTC

CANCEL MY URGENCY ALERT OF 241440 UTC

Die Aufhebung des Dringlichkeitsfalles muss in jedem Fall erfolgen.

 

Number 18      (Küste/SEE)

You are under way with your sail ship ENTERPRISE / DDSZ from Helgoland, the destination is IJMUIDEN.  After entering the Dutch coastal traffic zone you should give a travel report to traffic centre Ijmuiden channel 07. Ships position:  54-15 N 006-27 E, my destination is Ijmuiden ETA 1900 UTC.    Attention: no DSC-call

Solution Travel Report Kanal 07, reduzierte Leistung in NL; hören, ob Kanal frei ist, dann sprechen:

1x TRAFFIC CENTRE IJMUIDEN

1x TRAFFIC CENTRE IJMUIDEN

THIS IS

HIER IST

2x ENTERPRISE / 1x CALL SIGN DDSZ

2x ENTERPRISE / 1x CALL SIGN DDSZ

TRANSMITTING TRAVEL REPORT

ICH SENDE EINEN TRAVEL REPORT

POSITION 54-15 N 005-27 E

POSITION 54-15 N 005-27 E

MY DESTINATION IS IJMUIDEN 

MEIN ZIELHAFEN IST IJMUIDEN

ETA 1900 UTC, OVER

ETA 1900 UTC, OVER

 

Number 19      (Küste/SEE)

M/V SATURN / DFBX, MMSI: 218 554 820 received at 2230 UTC a DSC-Message on channel 70 and two minutes later on channel 16 following message:

„MAYDAY CASSIOPEIA / DCLQ / 211 727 240 Position 14 Miles west of Cap Finisterre, Vessel is sinking after collision with drifting cargo. 5 persons are entering a life raft, suppose one person has a broken arm, help is immediately requested.+“

Please transmit this message to All Stations after recognition the recipt!

Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten             Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten

1x MAYDAY

1x MAYDAY

1x CASSIOPEIA  DCLQ

1x CASSIOPEIA  DCLQ

THIS IS

THIS IS

1x SATURN CALL SIGN  DFBX

1x SATURN CALL SIGN  DFBX

RECEIVED MAYDAY

RECEIVED MAYDAY      

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

(oder “ROMEO  ROMEO  ROMEO  MAYDAY”)

NON-GMDSS oder                                                 GMDSS mit Klasse A Station

GMDSS mit Klasse D-Station spezial call                zunächst mit DSC-Controller weiterleiten

Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten             Danach im Sprechfunk Meldung verbreiten

MAYDAY RELAY  MAYDAY RELAY  MAYDAY RELAY

MAYDAY RELAY  MAYDAY RELAY  MAYDAY RELAY

ALL STATIONS  ALL STATIONS  ALL STATIONS

ALL STATIONS  ALL STATIONS  ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

3x SATURN / CALL SIGN DFBX /  218 554 820

3x SATURN / CALL SIGN DFBX /  218 554 820

AT 2230 UTC RECEIVED THE FOLLOWING

AT 2230 UTC RECEIVED THE FOLLOWING

DISTRESS MESSAGE ON VHF CHANNEL 16

DISTRESS MESSAGE ON VHF CHANNEL 16

 

 

MAYDAY 

MAYDAY 

1x CASSIOPEIA / DCLQ / MMSI 211 727 240

1x CASSIOPEIA / DCLQ / MMSI 211 727 240

POSITION 14 NAUTICAL MILES WEST OF

POSITION 14 NAUTICAL MILES WEST OF

CAP FINISTERRE

CAP FINISTERRE

VESSEL IS SINKING AFTER COLLISION WITH

VESSEL IS SINKING AFTER COLLISION WITH

DRIFTING CARGO

DRIFTING CARGO

5 PERSONS ARE ENTERING A LIFE RAFT

5 PERSONS ARE ENTERING A LIFE RAFT

SUPPOSE ONE PERSON HAS A BROKEN ARM

SUPPOSE ONE PERSON HAS A BROKEN ARM

HELP IS IMMEDIATELY REQUESTED

HELP IS IMMEDIATELY REQUESTED

THIS IS SATURN  CALL SIGN  DFBX, OVER

THIS IS SATURN  CALL SIGN  DFBX, OVER

 

Number 20      (Küste/SEE)

Sailing Yacht CASA BLANCA / DGJI is on fire.  Position 54-35 N 010-12 E; at 1330 UTC
3 Crewmember must abadon the ship and they must enter a life raft, no injured person, one mobile radio VHF-transceiver is available, rescue is immediately requested.
Please send a call.

Solution:         Kein Unterschied ob GMDSS oder NON-GMDSS, da ohne DSC

MAYDAY  MAYDAY  MAYDAY

 

THIS IS

 

3x CASA BLANCA  CALL SIGN DGJI

 

MAYDAY

 

CASA BLANCA CALL SIGN DGJI

 

POSITION 54-35 N 010-12 E

 

FIRE ON BORD, THREE CREWMEMBER ARE ENTERING A LIFE RAFT, NO PERSON IS INJURED

MOBILE VHF-RADIO TRANSCEIVER IS AVAILABLE, RESCUE IS IMMEDIATELY REQUESTED, OVER

 

Number 21      (Küste/SEE)

During the distress traffic of number 19, the SY in distress “CASA BLANCA / DGJI” gives an order to all ships to take care for radio silence. Some minutes later please give this special order directly to the ship GOOD HOPE/WAZK.

Solution Kanal 16, volle Leistung, sofort sprechen:

Funkstille durch Havarist oder Leitung                   Funkstille durch andere Schiffe (standby)

1x ALL SHIPS   SILENCE MAYDAY

1x ALL SHIPS   SILENCE DETRESSE / DGJI

oder gezielt an eine einzelne Funkstelle:

 

GOOD HOPE/WAZK

GOOD HOPE/WAZK

SILENCE MAYDAY

SILENCE DETRESSE / DGJI

 

Number 22      (Küste/SEE)                 Solution in two steps

CASA BLANCA / DGJI releases at 1700 UTC the distress traffic from exercise 19 for restricted communication.  MRCC Bremen Rescue um 1935 UTC releases radio-traffic for common purposes.

Solution Kanal 16, volle Leistung, sofort sprechen:

Teilweise Aufhebung der Funkstille                      vollständige Aufhebung der Funkstille

MAYDAY

MAYDAY

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

ALL STATIONS ALL STATIONS ALL STATIONS

THIS IS

THIS IS

1x CASA BLANCA / CALL SIGN DGJI

1x BREMEN RESCUE

1700 UTC

1935 UTC

CASA BLANCA CALL SIGN DGJI

CASA BLANCA CALL SIGN DGJI

PRUDENCE

SILENCE FINI

 

Number 23      (Küste/SEE)

ROLLING HOME / SKZI, MMSI 269 453 990 has made a false distress alert at 17:10 UTC on position 57-12 N 012-46 E. Please cancel the false distress alert at 17:15 UTC. Date: Mar 25th 2007.

Solution Kanal 16, volle Leistung, sofort sprechen:

Aufhebung eines DSC-Fehlalarms, nach Betätigung der CLEAR-Taste am Controller:

ALL STATIONS  ALL STATIONS  ALL STATIONS 

Die Clear-Taste am DSC-Controller löst ein ACKN

THIS IS

aus, das an alle Stationen geht. Die MMSI wird 2

1x ROLLING HOME / SKZI / MMSI 269 453 990

Mal gesendet. Das ist nicht plausibel. Daran er-

 

kennen andere Stationen, dass ein Fehlalarm

CANCEL MY DISTRESS ALERT FROM 251710 UTC

vorliegt.

 

 

4Gesprächsarten SRC und LRC

4.1 Notmeldungen und Notverkehr bei Gefährdung von Menschenleben

4.1.1Notanruf und nachfolgende Notmeldung

4.1.2Notfall-Bestätigungsmeldung der Rettungsleitstelle (MRCC)

4.1.3Notfall-Bestätigungsmeldungen der anderen Schiffe

4.1.4Hilfsangebot durch die Rettungsleitstelle (MRCC)

4.1.5Hilfsangebot durch eine andere Seefunkstelle

4.1.6Weiterleitungsmeldung durch die Rettungsleitstelle (MRCC)

4.1.7Weiterleitungsmeldung durch eine andere Seefunkstelle

4.1.8Hinweis auf einen einzelnen Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch das MRCC oder den Retter mit Silence Mayday)

4.1.9Hinweis auf einen mehrerer Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch das MRCC oder den Retter

4.1.10Hinweis auf einen einzelnen Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch ein „stand-by-Schiff“

4.1.11Hinweis auf einen mehrerer Störer, die Funkstille während des Notverkehrs zu bewahren durch ein „stand-by-Schiff“

4.1.12Freigabe zur eingeschränkten Nutzung (Prudence)

4.1.13Endgültige Aufhebung der Funkstille durch MRCC oder Havaristen mit Beendigung des Notverkehrs (Silence Fini)

4.1.14Aufhebung eines Fehlalarms durch den Schiffsführer (MASTER)
Diese Gesprächsart gehört nicht zum Notverkehr

4.2Dringlichkeitsmeldungen und Dringlichkeitsverkehr ohne Gefährdung von Menschenleben (PAN PAN)

4.2.1Hilferuf bei Grundberührung zum Freikommen oder Freischleppen

4.2.2Hilferuf bei Bränden, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht

4.2.3Hilferuf bei Wassereinbruch, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht

4.2.4Hilferuf bei Kollisionen, wenn noch keine Gefährdung von Menschenleben  besteht

4.2.5Hilferuf bei Ruder- oder Maschinenausfall wegen Manövrierbehinderung

4.2.6Bestätigungsmeldung eines Dringlichkeitsfalles

4.2.7Hilfsangebot in einem Dringlichkeitsfall

4.2.8Aufhebung des Dringlichkeitsfalles und Gesprächsschluss

4.2.9Wiederholung einer Dringlichkeitsmeldung

4.2.10Dringlichkeitsmeldung während des Notverkehrs

4.2.11Hilferuf bei schwerer Verletzung, Erkrankung: dringendes MEDICO-Gespräch

4.3Sicherheitsmeldungen und Sicherheitsverkehr (SECURITE)

4.3.1Wichtige nautische Warnung oder Wetterwarnung, Eiswarnung

4.3.2Hinweis auf Gefahrensituationen wie treibende Gegenstände

4.3.3Hinweis auf Gefahrensituationen wie vertriebene Tonnen

4.3.4Hinweis auf Gefahrensituationen wie erloschene Tonnen oder erloschene Leuchtfeuer

4.3.5Warnung vor besonderen Schiffstransporten z.B. Schleppverbände

4.3.6Warnung vor militärischen Übungen z.B. Schießgebiete

4.3.7Warnung vor Sperrungen von Schifffahrtsstraßen oder Seegebiete

4.3.8Warnung vor Umweltbeeinträchtigungen

4.3.9Warnung vor Schifffahrtsbehinderungen und Störungen (Maschinenausfall, Ruderausfall, Ausfall der Elektrischen Anlage), von denen noch keine unmittelbare Gefahr ausgeht

4.3.10Sicherheitsmeldung eines Sportbootes an das MRCC

4.3.11Sicherheitsmeldung während des Notverkehrs

4.4Business (nur SOLAS-Schiffe mit Klasse A-Station)

4.4.1Gespräche, zur Entsorgung oder Versorgung eines Seeschiffes

4.4.2Gespräche mit den Schiffslenkungsdiensten z.B. Verkehrszentralen, Schleusen, Hafenfunk, Brückenfunk, Lotsenfunk

4.4.3TR: Travel-Report (Anmeldungen/Abmeldungen an Meldepunkten)

4.4.4Gespräche mit anderen Schiffen über Manöver und Kursänderungen
genannt: Kursabsprachen

4.4.5Funkverkehr an Bord zum An-/Ablegen, Ankermanöver, Schleppen-Schieben

4.4.6Gespräche zur Radarberatung

4.4.7Gespräche mit Lotsen und Schleppern

4.4.8Gesprächsverbindungen mit dem Deutschen Wetterdienst

4.4.9MEDICO-Gespräche je nach Priorität

4.4.10Gespräche, die der Verständigung und der Prüfung der Funkanlagen dienen

4.5Routinemeldungen und Routineverkehr

4.5.1Gesprächsverbindungen in das öffentliche Telefonnetz

4.5.2Gespräche mit einer Küstenfunkstelle

4.5.3Gespräche mit mehreren Küstenfunkstellen (Konferenz)

4.5.4Gespräche mit einem anderen Schiffen

4.5.5Gespräche mit mehreren anderen Schiffen (Konferenz)

4.5.6Testsendungen sind erlaubt (TEST  TEST  TEST)

4.5.7Anruf eines unbekannten Schiffes

4.5.8Abklärung der Verständigung mit Küstenfunkstellen

4.5.9Abklärung der Verständigung mit anderen Schiffen

4.5.10Gespräche mit Schiffen der Küstenwache (Coast Guard)

4.5.11Gespräche mit einem Funkarzt (MEDICO-CALL)

4.5.12Sammelanrufe mit Küstenfunkstellen

4.5.13Wetterinformationen von Küstenfunkstellen

 

Es gibt noch weitere Gesprächsarten