EMERGENT-YACHTING

SCHIFFERSCHULE NORD in Niedersachsen


SCHIFFERSCHULE NORD Dipl.-Ing. Wolfgang Hauschild

Ausbildungsplan SRC

1 U = 45 min

1

Einführung

1 U

1.1

Vorstellung, Adressen, Kursablauf, Termine,

 

1.2

Seefunkzeugnisse, Gültigkeit, Charter nur noch mit gültigen Funkzeugnissen

 

1.3

Literatur, Kursunterlagen, Lehrbücher, Hinweis auf Web-Site

 

1.4

Prüfung, Adressen, Prüfungsanmeldung, Ablauf, Voraussetzungen, Beispiel

 

1.5

BMV – Merkblatt, Merkblätter RegTP, Informationsquellen

 

1.6

Antrag auf Frequenzzuteilung für nichtausrüstungspflichtige Schiffe

 

1.7

Funkanlagen im Seefunk für UKW, Gesetze und Vorschriften

 

 

 

 

2

Kommunikation

1 U

2.1

Kommunikationswege, Satellitensysteme, SAR, Ausrüstung

 

2.2

Buchstabiertafel und Q-Gruppen, Internationales Signalbuch

 

2.3

Standardvokabular in Auszügen (Message Markers, Redewendungen)

 

2.4

Messages: Durchsagen, Verkehrslageberichte, Wasserstände, Wetter

 

2.4.1

Grundlagen über Aufbau der Messages, Normung nach DIN/ISO 13312 über nautische Begriffe

2.4.2

Übermittlung von Messages, Übungen mündlich und schriftlich, Beispiele aus Büchern und eigenen Unterlagen

 

 

 

 

3

Unterlagen und Begriffe

1 U

3.1

Definition der Abkürzungen nach eigener Vorlage

 

3.2

Unterlagen, Dienstbehelfe, Nautischer Funkdienst, Jachtunkdienst, ITU

 

3.3

Gesetze und Verordnungen: Internationaler Fernmeldevertrag (IFV), Vollzugsordnung für den Funkdienst (VOFunk) engl. Radio Regulations (RR), Schiffssicherheitsverordnung (SchSV), Telekommunikationsgesetz (TKG), SOLAS

3.4

Funkdienste (Traffic, Port, Report, Radar, Pilot, Lock, Bridge), KüFuSt, SeeFuSt

3.5

Nautische Begriffe, Wetterinformation usw. in deutsch und englisch

 

3.6

Fahrtgebiete, NAVTEX, Kennzeichnung der Funkstellen

 

3.7

Informationsquellen: Nachrichten / Bekanntmachungen für Seefahrer (NfS)/(BfS), sonstige

 

 

 

4

Funktechnik

1 U

4.1

Elektrische Kenndaten, Strom, Spannung, Widerstand, Spannungsabfall, Quelle

4.2

Frequenz, Frequenzbereiche, Wellenlänge, Einteilung, Übertragungsart

 

4.2

Trägerfrequenz, Modulation, Demodulation, Betriebsverfahren im GMDSS

 

4.3

Gerätetechnik, Analoge und digitale Datenübertragung

 

 

 

 

5

Geräte Teil I

4 U

5.1

UKW-Funkgerät, Abbildungen, ICOM-Anlage UKW-Sprechfunk und DSC-Codierer

5.1.1

Erläuterung der Tastatur und Bedienung, Übungen

 

5.1.2

Frequenzen und Kanäle, Simplex, Duplex, Semi-Duplex (Halbduplex)

 

5.2

DSC-Controller, Abbildung, Klasse A und Klasse D - Typen

 

5.2.1

DSC-Tastatur und Bedienung, Einführung

 

5.2.2

DSC-Controller-Menues, Formate, Prioritäten, Spezial Call to all stations

 

 

 

 

6

Gesprächsabwicklung ohne DSC-Controller

4 U

6.1

Alle Gesprächsarten im NON-GMDSS mit ausführlicher Erläuterung

 

6.2

Übungsaufgaben Seefunk im NON-GMDSS, Übungen der Teilnehmer

 

6.2.1

Not-; Dringlichkeits-; Sicherheits- und Routinemeldungen

 

6.3

Lösungen der Übungsaufgaben Seefunk (deutsch und englisch)

 

6.4

Ergänzungen zu allen Gesprächsarten im GMDSS, Übungen der Teilnehmer

 

6.5

Sprechfunkbeispiele NON-GMDSS und GMDSS (eigene *\ppt - Präsentation)

 

6.6

Sprechfunkvorlagen NON-GMDSS und GMDSS (nach Schema)

 

 

 

 

7

Geräte Teil II mit Sprechfunkübungen

6 U

7.1

Bedienung UKW-Sprechfunkgerät und Übungen, Fehlerquellen

 

7.2

DSC - Tastatur und Bedienung, Übungen der Teilnehmer

 

7.3

Einführung Geräteübungen mit Sprechfunkaufgaben

 

7.3.1

DSC - Notmeldungen mit nachfolgender Sprechfunkmeldung und Bestätigung

7.3.2

Weitergabe einer DSC - Notmeldung mit Klasse A-Gerätetyp

7.3.3

Weitergabe einer DSC - Notmeldung mit Klasse D-Gerätetyp

7.3.4

Funkstille gebieten (no common radio communication, only distress)

7.3.5

Beenden des Notverkehrs (close distress traffic with „silence fini“))

7.3.6

Rücknahme eines Fehlalarms per Sprechfunk (cancel my distress alert)

7.3.7

Dringlichkeitsmeldungen (urgency messages)

7.3.8

Sicherheitsmeldungen (safety messages)

7.3.9

Routinemeldungen (routine messages)

 

 

 

8

Gesprächsabwicklung mit DSC-Controller

6 U

8.1

Alle DSC - Pflichtaufgaben, Übungen der Teilnehmer

 

8.1.1a

DSC-Controller editieren und Senden eines Notalarms

8.1.2a

Aussenden einer Notmeldung

8.1.3a

Beenden des Notverkehrs

8.1.4a

Controller editieren, senden eines Dringlichkeitsanrufes und Abgabe der Dringlichkeitsmeldung

8.1.1b

Speicherabfrage und Bestätigung des Empfangs eines DSC - Notalarms

8.1.2b

Controller editieren, Weiterleitung eines Notalarms und Information der Seefunkstelle in Not

8.1.3b

Aufheben eines Fehlalarms mit „cancel my distress alert“

8.1.4b

Speicherabfrage, Aufnahme der Dringlichkeitsmeldung und Einleitung weiterer Maßnahmen

8.2

Alle „Sonstigen Fertigkeiten“ in der Prüfung, Übungen der Teilnehmer

8.2.1

Aussenden eines Notalarms durch eine Funkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet (MAYDAY RELAY)

8.2.2

Speicherabfrage und Empfangsbestätigung (distress und ordinary messages)

8.2.3

Abwicklung des Notverkehrs

8.2.4

Funkstille gebieten

8.2.5

Abwicklung des Funkverkehrs vor Ort

8.2.6

Aufheben einer Dringlichkeitsmeldung

8.2.7

Controller editieren und Senden eines Sicherheitsanrufes mit Abgabe der Sicherheitsmeldung

8.2.8

Controller editieren und Senden eines Routineanrufes an eine SeeFuSt

8.2.9

Kanalwechsel

8.2.10

Abwicklung von Routinefunkverkehr mit einer SeeFuSt

8.2.11

Controller editieren und Senden eines Routineanrufes an eine KüFuSt

8.2.12

Abwicklung des Routineverkehrs mit einer KüFuSt

8.2.13

Einstellen des Controllers und des Funkgerätes im Set-Up-Menue

8.3

Alle möglichen Zusatzfragen, Übungen der Teilnehmer

 

 

 

 

9

Prüfungsvorbereitung

4 U

9.1

Spezielle, ausgewählte Prüfungsfragen, Fragen der Teilnehmer

 

9.2

Übungen zur Aufnahme von „Messages“ mit Übersetzung englisch - deutsch

 

9,3

Übersetzungsübung Deutsch – Englisch, Übermittlung von „Messages“

 

9.4

Funkmeldungen mit Gerätebedienung DSC und Sprechfunk zu 8)

 

9,5

Einprägung der Funkschemen

 

9.6

Bearbeitung von ausgewählten Prüfungsfragen

 

Zeitbedarf insgesamt ca. 28-30 Unterrichtsstunden à 45 min bzw. 14-15 DS à 90 min

       

 

 

 

 

10

Prüfungsanforderungen

 

Zulassungsverfahren/Voraussetzungen zur Prüfung

Der Antrag des Bewerbers ist bei einem Prüfungsausschuss mindestens 14 Tage vor dem Prüfungstermin zu stellen. Der Bewerber für das SRC muss 15, der Bewerber für das LRC 18 Jahre alt sein; die Zulassung kann frühestens drei Monate vor der Vollendung des 15. bzw. 18. Lebensjahres erfolgen.

Prüfungstermine

Prüfungstermine und Prüfungsorte werden vom Prüfungsausschuss festgelegt. Die

Mindestteilnehmerzahl beträgt 10 Bewerber.

Kosten

Unverändert in ihrer Höhe betragen die Gebühren und Auslagen in Euro:

Zulassung zur Prüfung: 18,00 €

Abnahme der Prüfung SRC 36,00 €

Abnahme der Prüfung LRC 46,00 €

Ausstellung Funkbetriebszeugnis 18,00 €

Zuzüglich Reisekosten der Prüfungskommission und ggf. Kosten für die Anmietung von Prüfungsräumen.

Wiederholungsprüfung

Die Wiederholung eines nicht bestandenen Prüfungsteils (theoretische oder praktische Prüfung) ist nur vor dem selben Prüfungsausschuss, frühestens nach sieben Tagen und spätestens innerhalb von sechs Monaten nach dem Zeitpunkt der nicht bestandenen Prüfung möglich.

 

PRÜFUNG

Die Prüfung besteht jeweils aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Theoretische Prüfung zum SRC

Die theoretische Prüfung zum SRC besteht aus der Bearbeitung eines Fragebogens mit Fragen aus dem Fragenkatalog I (Anlage 2 Durchführungsrichtlinie; aber dort nicht abgedruckt; kann gegen eine Schutzgebühr von € 6.00 von der ZVST bezogen werden) der Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets mit anschließender schriftlicher Übersetzung ohne Hilfsmittel ins Deutsche und der schriftlichen Übersetzung eines deutschen Textes, der auf den Seefunkdienst bezogen ist, in die englische Sprache sowie einer hierzu ggf. erforderlichen mündlichen Prüfung. (Katalog Seefunktexte: Anlage 7 Durchführungsrichtlinie.)

Die Bearbeitungszeit für den Fragebogen beträgt 60 Minuten, für die Niederschrift des Diktats in der englischen Sprache sowie dessen Übersetzung und für die schriftliche Übersetzung des deutschen Textes in die englische Sprache jeweils bis zu 15 Minuten. Die mündliche Prüfung darf 15 Minuten nicht überschreiben.

Für Inhaber eines UKW-Betriebszeugnisses für Funker (UBZ) oder eines Beschränkt Gültigen Betriebszeugnisses für Funker II (UBZ II) besteht die Prüfung zum SRC nur aus einem theoretischen Teil, der die Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache unter Verwendung des internationalen phonetischen Alphabets mit anschließender schriftlicher Übersetzung ohne Hilfsmittel ins Deutsche und die schriftliche Übersetzung eines deutschen Textes, der auf den Seefunkdienst bezogen ist, in die englische Sprache zum Inhalt hat.

 

Anforderungen an die theoretische Prüfung für das SRC

1. Allgemeine Grundkenntnisse über den mobilen Seefunkdienst

1.1 Verkehrsarten im Bereich des mobilen Seefunkdienstes

- Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr

- Öffentlicher/nichtöffentlicher Nachrichtenaustausch

- Revier- und Hafenfunkdienst

- Schiff-Schiff-Verkehr

- Funkverkehr an Bord

1.2 Funkstellen im Bereich des mobilen Seefunkdienstes

- Seefunkstellen

- Küstenfunkstellen

- Rettungsleitstelle (RCC)

1.3 Urkunden, Befähigungsnachweise und Dienstbehelfe

1.4 Grundkenntnisse über Frequenzen und Frequenzbänder

1.5 Frequenzmerkmale

- Ausbreitung von UKW- und Ultrahohen Frequenzen

1.6 Frequenzen, die dem mobilen Seefunkdienst zugewiesen sind

- Benutzung der UKW- und Ultrahohen Frequenzen im mobilen Seefunkdienst

- Begriff des Frequenzkanals, Simplex, Semi-Duplex und Duplex

- Not- und Sicherheitsfrequenzen für GMDSS

- Anruffrequenzen

1.7 Schutz der Notfrequenzen

- Schutzbereiche

- Versuchsaussendungen auf Notfrequenzen

- Aussendungen während des Notverkehrs

- Vermeidung schädlicher Störungen

- Verhinderung unzulässiger Aussendungen

1.8 Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr

1.9 Antennen

- UKW-Antennen

- Antenne für das NAVTEX-System

1.10 Stromversorgung von Seefunkstellen, einschließlich der Notstromversorgung

1.11 Batterien

- Unterschiedliche Batterien und deren Eigenschaften

- Aufladen

- Wartung der Batterien

 

2. Weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem (GMDSS)

2.1 GMDSS

- Seegebiete

- Empfangsbereitschaft auf UKW-Notfrequenzen

- Funktionsanforderungen für Seefunkstellen gemäss SOLAS Kap. IV

2.2. NAVTEX-System

- Zweck von NAVTEX

- NAVTEX-Frequenzen

- Empfangsreichweite

- Nachrichtenformat (Senderkennung, Nachrichtenart, Nachrichtennummer)

2.3 Such- und Rettungsarbeiten (SAR) der See-Rettungsorganisation

Aufgaben der Rettungsleitstellen (RCC)

2.4 Funktechnische Rettungsmittel

- Tragbare UKW-Sprechfunkgeräte

- Such- und Rettungsradartransponder (SART)

- Seenotfunkbaken (EPIRBs)

2.5. Seenotfunkbaken (EPIRBs)

- Wesentliche Betriebsmerkmale bei COSPAS/SARSAT (406/121,5 MHz)

- Inhalt der Aussendung

- Manuelle Bedienung

- Funktionsprüfung/Testbetrieb

 

3. Öffentlicher Seefunkdienst

- Internationale Abrechnungsverfahren

- Abrechnungskennung (AAIC)

- Internationale Verrechnungseinheiten für die Abrechnung des Funkverkehrs

Bedeutung von Landtarifen und Küstentarifen

Besondere Dienstleistungsmerkmale

 

4. Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift für den ordnungsgemäßen Austausch von Informationen, die sich auf den Schutz des menschlichen Lebens auf See beziehen

4.1 Aufnahme von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache mit anschließender schriftlicher Übersetzung ohne Hilfsmittel ins Deutsche.

4.2 Abgabe von Not-, Dringlichkeits- oder Sicherheitsmeldungen in englischer Sprache nach schriftlicher Übersetzung eines Textes in deutscher Sprache unter Anwendung des internationalen phonetischen Alphabets und der allgemein gebräuchlichen Abkürzungen und Redewendungen in der Seefahrt.

 

Anforderungen an die praktische Prüfung für das SRC

I. Betriebsverfahren und eingehende praktische Kenntnisse des GMDSS, Bedienen einer Seefunkstelle

1. Praktische Kenntnisse und Fähigkeiten für das Bedienen einer Seefunkstelle

Ultrakurzwellen-Funkanlagen

- Kanäle

- Überwachung

- Bedienung

- DSC

- Sprechfunk

- Sendeleistung

2. Digitaler Selektivruf (DSC)

2.1 Auswahl des Anrufformats

2.2 Rufnummernauswahl anhand des MMSI-Nummernsystems

- Landeskenner (MID)

- Gruppenrufnummern

- Rufnummern der Küstenfunkstellen

- Rufnummern der Seefunkstellen

2.3 Anrufkategorien und Rangfolge

- Not

- Dringlichkeit

- Sicherheit

- Routine

2.4 Bedienung des DSC-Controllers

2.5 Funktionskontrolle

 

II. Verkehrsabwicklung

1. Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr im GMDSS in englischer Sprache

1.1 Notverkehr

- DSC-Notalarm

- Senden eines Notalarms

- Weiterleitung eines Notalarms

- Aussenden eines Notalarms durch eine Funkstelle, die sich nicht selbst in Not befindet

- Empfang und Bestätigung eines DSC-Notalarms

- Bestätigungsverfahren

- Empfang und Bestätigung durch eine Seefunkstelle

- Abwicklung des Notverkehrs

- Speicherabfrage

- Aufhebung eines Fehlalarms

- Funkverkehr vor Ort

- Beenden des Notverkehrs

- Funkstille gebieten

1.2 Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr

- Verfahren für DSC-Dringlichkeits- und –Sicherheitsanrufe

- Dringlichkeitsverkehr

- Sicherheitsverkehr

2. Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsverkehr mit Schiffen, die nur Sprechfunk benutzen, in englischer Sprache

2.1 Abwicklung des Notverkehrs

2.2 Abwicklung des Dringlichkeitsverkehrs

2.3 Abwicklung des Sicherheitsverkehrs

 

III. Weitere Kenntnisse über Betriebsverfahren für die allgemeine Telekommunikation

1. Praktische Kenntnisse über den öffentlichen/nichtöffentlichen Seefunkdienst

1.1 Funkverkehr mit Küstenfunkstellen mittels Sprechfunk in englischer Sprache

- Anrufen mittels DSC

- Anrufen mittels Sprechfunk

- Anfordern einer handvermittelten Verbindung

- Beendigung einer Verbindung

1.2 Funkverkehr mit Seefunkstellen in englischer Sprache

 

Quelle: Seefunk-24.10.02-ZVST-Br.