EMERGENT-YACHTING

SCHIFFERSCHULE NORD in Niedersachsen


EMERGENT-YACHTING SCHIFFERSCHULE NORD, Dipl.-Ing. Wolfgang Hauschild

Abkürzungssammlung der Navigation für SKS

Diese Tabelle ist in Anlehnung an die DIN 13312 „Navigation“ entstanden

graue Felder   = SKS Stoff          (Stand: 14.11.2014)

Symbol

Bezeichnung

Beschreibung

 °

Bezeichnung für Grad

Winkelgrad; kleinster Teil 1° = 1/360 Teil des Vollkreises

 

Bezeichnung für Minuten

Winkelminuten, keine Zeitminuten(1/21600 Teil eines Grades)

 ‘‘

Bezeichnung für Sekunden

Winkelsekunden, keine Zeitsekunden; die werden im Regelfall in Dezimale Winkelminuten umgerechnet

 lambda

Geografische Länge

wird durch Winkelabstand der Meridiane zum Nullmeridian in Greenwich angegeben (000° bis 180° E/W)

phi

Geografische Breite

Winkel vom Erdmittelpunkt in der Äquatorialebene zum Breitenparallel nach N oder S (00° bis 90° N/S)

A

Abstand

kürzeste Entfernung zwischen 2 Objekten

Abk.

Bedeutung

Erläuterung

Abl

Ablenkung

Unterschied zwischen der missweisenden Nordrichtung und der magnetischen Nordrichtung aufgrund der Magnetfelder des Schiffes

Ah

Augeshöhe

Höhe der Augen des Beobachters über der Wasseroberfläche

Amp

Amplitude

Winkelabstand zwischen wahrer Aufgang und Untergang der Sonne am Himmelsäquator, Veränderung je nach Jahreszeit

Bb

Backbord (engl. port)

die in Fahrtrichtung gesehen linke Seite eines Schiffes

BfS

Bekanntmachungen für Seefahrer

Auszug aus den NfS für deutsche Seeschifffahrtsstraßen, Herausgeber ist das BSH, im Internet abrufbar über „ELWIS“

BRG

bearing/Peilung

Peilung, true bearing: rechtweisende Peilung

BS

Beschickung für Strom

Korrektur zwischen Kurs durch Wasser und Kurs über Grund. Muß im Einzelfall durchs Stromdreieck oder aus Stromatlas bestimmt werden, zur Verhinderung der Stromabdrift

BSH

Bundesamt für Schiffahrt und Hydrographie

Die in Deutschland für Kartographie und nautische Ausrüstung zuständige Behörde

BV

Besteckversetzung

Der Unterschied vom Koppelort zum beobachteten Ort nach Richtung und Abstand

BW

Beschickung für Wind

Berücksichtigung der Abdrift durch Windeinfluss; Unterschied zwischen rechtweisender Kurs und Kurs durchs Wasser

BWS

Beschickung für Wind und Strom

Summe aus Beschickung für Wind und Beschickung für Strom Achtung: nur für einen Kurs und eine Geschwindigkeit gültig

COG

Course over Ground

KüG: Kurs über Grund

D

Distanz

zurückzulegende Strecke in Seemeilen und Kabellängen

d

Tag (Day)

Hier: 24 Stunden von Mitternacht bis Mitternacht

D1

Deutsche Seekarte Nr. 1

Legende der deutschen Seekarten entspr. INT 1

DdW

Distanz durchs Wasser

zurückgelegte Strecke durch Wasser, was die Logge anzeigt

DHI

Deutsches Hydrographisches Institut

Alte Bezeichnung des Bundesamtes für Schifffahrt und Hydrografie

Dist

Distance

Entfernung, Abstand

DSV

Deutscher Segler Verband

Deutscher Segler Verband

DüG

Distanz über Grund

Distanz über Grund

E

Ost (East)

** Ostpunkt; Ostrichtung zum Himmelsäquator

ECDIS

Electronic Chart Display and Information System

ECDIS ist eine Abkürzung für Electronic Chart Display and Information System und wurde für die Seeschifffahrt entwickelt mit dem Ziel, Papierkarten durch elektronische Karten zu ersetzen. So ist es naheliegend, elektronische Flusskarten kompatibel zum ECDIS Standard zu entwickeln.

EL

Echolotung

„Abstand zwischen Echolotwandler und Grund“ [TE]

EQ

Äquator

Breitengrad 0°, einziger Großkreis unter den Breitengraden

F

Fahrt, Kraft

Fahrt: Geschwindigkeit des Schiffes in M/h (kn)

FD

Falldauer

Zeitraum vom höchsten zum darauf folgenden niedrigsten Wasserstand

FdW

Fahrt durchs Wasser

Geschwindigkeit durchs Wasser, Unterschied zur FüG durch Strom

FüG

Fahrt über Grund

Geschwindigkeit über den Meeresboden in M/h (kn)

FW

Fehlweisung

Summe aus Ablenkung und Missweisung

Achtung: Nur für einen Kurs und ein Seegebiet gültig

GMT

Greenwich Mean Time

Siehe auch UTC, Zeitzone 0 am 0-Meridian, +/- 7,5°

GPS

Global Positioning System

Weltweit einsetzbares satellitengestütztes  Navigationssystem

H

Höhe, Hoch

Höhe: bekannt; Hoch: Gebiet in der Atmosphäre mit relativ hohem Druck, größer als 1013 hPa (Hektopascal)

h

Stunde (hour)

1/24 des Tages

H

Höhe

Höhe z.B. der Gezeit (früher HdG)

HU

Höhenunterschied

Unterschied zwischen der Höhe der Gezeit und der nächstliegenden Niedrigwasserhöhe

HUG

Höhenunterschied der Gezeit

„Unterschied zwischen der Hochwasserhöhe bzw. der Niedrigwasserhöhe des Bezugsortes und der Hochwasser-höhe bzw. der Niedrigwasserhöhe am Anschlussort“

HW

Hochwasser

Eintritt des höchsten Wasserstandes beim Übergang vom Steigen zum Fallen

HWH

Hochwasserhöhe

Höhe bei Hochwasser über Kartennull

HWZ

Hochwasserzeit

Zeitpunkt des Hochwassers

IHO

Internationale Hydrografische Organisation

Internationale Vereinigung der hydrographischen Institute

INT

Benennung Internationaler Unterlagen

z.B. INT 1 für die internationale Legende der Seekarten

KA

Kreuzer Abteilung

Interessenvertretung der Fahrtensegler im DSV

KaK

Kartenkurs

Der Kurs, auf dem sich das Schiff tatsächlich bewegt und der in die Karte eingetragen wird. Je nach Umständen entweder der rechtweisende Kurs, der Kurs durchs Wasser, oder der Kurs über Grund!!!

KdW

Kurs durchs Wasser

der Winkel zwischen rechtweisend Nord und dem Weg (Kiellinie) des Schiffes durch das Wasser

kn

Knoten

sm pro Stunde, Maßeinheit für die Geschwindigkeit

KN

Kartennull

In der Seekarte verwendete Bezugsebene (in Gezeitenrevieren: LAT, sonst mittlerer Wasserstand)

KT

Kartentiefe

Die von der Karte angegebene Wassertiefe

KüG

Kurs über Grund

Weg, den das Schiff über dem Meersboden zurücklegt. Nicht identisch mit der Kiellinie, nur wenn BSW= 0°

L

Lotungstiefe

Anzeige des Lotes

l

Längenunterschied

am Äquator, wird benötigt zur Berechnung der Abweitung am Breitenparallel

LAT

Latitude (00° bis 90° N/S)

engl. für geografische Länge, Abkürzung auf Navigationsgeräten

LAT

Neues Kartennull

Lowest Astronomical Tide, neues Kartennull wurde auch in deutschen Seekarten der Gezeitenreviere festgelegt

LfV

Leuchtfeuerverzeichnis

Enthält Informationen über die Leuchtfeuer, die nicht in die Karte eingetragen werden können

LON

Longitude
(000° bis 180°E/W)

engl. für geografische Breite, Abkürzung auf Navigationsgeräten

MESZ

Mitteleuropäische Sommerzeit

Im definierten Zeitraum geänderte Zeit in der Mitteleuropäischen Zeitzone (UTC + 02:00 h)

MEZ

Mitteleuropäische Zeit

Zeit in der Mitteleuropäischen Zeitzone (UTC + 01:00 h)

MfS

 

Mitteilungen für Seefunkstellen

MgK

Magnetkompasskurs

Winkel zwischen Magnetisch Nord und der Kiellinie des Schiffes, dem rwK: rechtweisender Kurs

MgN

Magnetkompass Nord

Nordrichtung, welche von einem Magnetkompass mit dem Nordpfeil angezeigt wird

MgP

Magnetkompasspeilung

Winkel zwischen Magnetisch Nord und dem angepeilten Objekt

min

Minute (Symbol:’)

1/60 der Stunde

MSpHW

Mittleres Springhochwasser

Mittelwert der höchsten Wasserstände, dient als Bezugsebene zur Angabe von Durchfahrtshöhen

MSpNW

Mittleres Spring Niedrigwasser

Mittelwert der niedrigsten Wasserstände. Diente in Deutschland als Kartennull, jetzt LAT = NSpNW!

Mt

Mittverhältnisse

Übergangsphase von der Spring zur Nippzeit

Mw

Missweisung

Unterschied zwischen der rechtweisenden Nordrichtung und der Missweisenden Nordrichtung, abhängig vom Ort auf der Erde

MwK

missweisender Kurs

Winkel zwischen missweisend Nord und der Kiellinie

MwN

missweisend Nord

Richtung zum magnetischen Nordpol

MwP

missweisende Peilung

Winkel zwischen missweisend Nord und dem angepeilten Objekt

N

Nord

** Nordpunkt; Nordrichtung zum Himmelsäquator

n

Winkel

Winkel z.B. Höhenwinkel; Angabe in Winkelminuten

NF

Nautischer Funkdienst

Handbuch mit allen Angaben zum Funken

NfM

Notices for Mariner

Notices for Mariner, engl. Ausgabe der NfS und BfS

NfS

Nachrichten für Seefahrer

Veröffentlichung mit aktuellen Berichtigungen für die Schifffahrt

nm

Nautische Meile

siehe Seemeile, Abkürzung in internationalen Karten

NN

Normalnull

Bezugsebene für die Höhenmessung an Land

Np

Nipp

Zeitraum mit geringen Gezeitenunterschieden beim ersten und letzten Viertel

NSpNW

Niedriges Spring-Niedrigwasser (LAT)

Niedrigster mittlerer Wasserstand bei Spring, neues Kartennull, entspr. LAT: Lowest Astronomical Tide

NW

Niedrigwasser

Eintritt des niedrigsten Wasserstandes beim Übergang vom Fallen zum Steigen

NWH

Niedrigwasserhöhe

Höhe bei Niedrigwasser über Kartennull

NWZ

Niedrigwasserzeit

Zeitpunkt des Niedrigwasser

Ob

Beobachteter Ort

durch Navigationsverfahren bestimmter Ort

Og

gegisster Ort

alt für Koppelort

Ok

Koppelort

durch Koppeln ermittelter Ort, unsicher

Ow

wahrer Ort

Alte Bezeichnung für beobachteter Ort

Racon

Radar Antwortbake

passiver Sender, wird durch Radarimpulse aktiviert

Radar

Radio detection and ranging

Navigationshilfsmittel, welches die Umgebung des Schiffes durch elektromagnetische Wellen darstellt

RaSp

Radar Seitenpeilung

wird verwendet wie Seitenpeilung mit Peilscheibe

rwRaSP

rw. Radar Seitenpeilung

Rechtweisende Radarpeilung

Rng

range/Entfernung

einstellbarer Messbereich des Radargerätes

rwK

rechtweisender Kurs

Winkel zwischen rechtweisend Nord (= Meridian durch den Schiffsort ) und der Kiellinie

rwN

Rechtweisend Nord

Richtung zum geografischen Nordpol

rwP

rechtweisende Peilung

Winkel zwischen rechtweisend Nord (= Meridian durch den Schiffsort) und dem angepeilten Objekt

S

Süd

** Südpunkt; Südrichtung zum Himmelsäquator

s (sec)

Sekunde

alternative Abkürzungen für Sekunde

SA

Sicherheitsabstand

Vorgesehener Abstand zwischen dem tiefsten Punkt des Fahrzeuges und dem Meeresgrund

SD

Steigdauer

Zeitraum vom niedrigsten zum darauf folgenden höchsten Wasserstand

sec

Sekunde (Symbol:’’)

1/60 der Minute, auch [ s ]

ShB

Seehandbuch

Enthält Informationen über des Seegebiet, welche nicht in die Karte integriert erden können

sm

Seemeile

Längeneinheit auf See =1852m, entspricht dem Abstand zweier Breitenminuten voneinander, also eine Breitenminute = 1 sm

SOG

Speed over Ground

FüG: FüG = D * 60 / T. Fahrt über Grund

SP

Seitenpeilung

Winkel zwischen der Kiellinie des Schiffes und dem angepeilten Objekt

Sp

Spring-

Zeitraum mit extremen Gezeitenunterschieden bei Voll- und Neumond, jeweils +/- 2 Tage

SpV

Springverspätung

Durch geografische Einflüsse verursachte Verzögerung zischen Vollmond und dem Auftreten extremer Wasserstandsunterschiede, ca. 1 Tag

Stb

Steuerbord (engl. starbord)

die in Fahrtrichtung gesehen rechte Seite eines Schiffes

T oder t

Zeit

in Tagen, Stunden, Minuten, Sekunden

TC

True Course

rwK: rechtweisender Kurs

TEL

Tiefe des Echolotwandlers

„Abstand des Echolotwandlers von der Wasseroberfläche“

TF

Tidenfall

Höhenunterschied vom Hochwasserstand zum darauffolgenden Niedrigwasserstand

TG

Tiefgang

Abstand zwischen der Wasseroberfläche und dem tiefsten Punkt des Fahrzeuges

TH

Tidenhub

Mittelwert aus TF und TS: {TH = ½ (TS + TF)}

TS

Tidenstieg

Höhenunterschied vom Niedrigwasserstand zum darauf folgenden Hochwasserstand

UTC

United Time Coordinated

Weltzeit, Greenwich Zeit, (Gmt: Greenwich Mean Time)

VMG

Velocity made good

Durchschnittsgeschwindigkeit seit dem letzten Reset ( in Zielrichtung)

W

West

** Westpunkt; Westrichtung zum Himmelsäquator

WP

Wegpunkt

In der elektronischen Navigation ein Punkt in Koordinaten, der angesteuert werden soll

WT

Wassertiefe

Abstand zwischen Wasserspiegel und Grund

XTE

Cross Track Error

Seitliche Ablage vom Sollkurs in sm

ZU

Zeitunterschied

Unterschied zwischen dem Zeitpunkt eines bestimmten Wasserstandes und der nächstliegenden Hochwasserzeit

ZUG

Zeitunterschied der Gezeit

„Unterschied zwischen der Hochwasserzeit bzw. der Niedrigwasserzeit am Anschlussort und der Hochwasserzeit bzw. der Niedrigwasserzeit am Anschlussort“

ZZ

Zonenzeit

Zeit in einer der 24 festgelegten Zeitzonen (+/- 7,5° vom betrachteten Meridian in 15° - Schritten)